Swiss muss sparen und streicht Weihnachtsfeier für Mitarbeitende

Für Influencer gibts ein Weihnachtsessen – Belegschaft tobt
Swiss muss sparen und streicht Weihnachtsfeier für Mitarbeitende
Die Swiss streicht dieses Jahr die traditionelle Weihnachtsfeier für das Personal. Das sorgt für rote Köpfe. Schon 2024 sorgte der Grossanlass für Knatsch.
Publiziert: vor 15 Minuten
- Swiss streicht Weihnachtsfeier für ihre Angestellten aus Spargründen
- Ein Weihnachtsessen für Influencer sorgt bei der Belegschaft für Ärger
- Schon 2024 gab es Knatsch um die Swiss-Weihnachtsfeier
Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft
Besinnliche Vorweihnachtsstimmung sieht anders aus: Die Lufthansa-Tochter Swiss streicht ihren Angestellten aus Spargründen die Weihnachtsfeier. Statt gemeinsam auf das Jahr anzustossen, muss die Belegschaft auf das nächste Sommerfest warten, wie «20 Minuten» berichtet.
Die Airline begründet den Entscheid mit der angespannten finanziellen Situation: Das wirtschaftliche Umfeld verlange es, «aktuell mit unseren finanziellen Mitteln sorgsam umzugehen», erklärt ein Sprecher gegenüber der Zeitung.
Insbesondere die steigenden Kerosinpreise machen der Fluggesellschaft gerade zu schaffen. Der Flugi-Treibstoff ist inzwischen doppelt so teuer wie zu Jahresbeginn. Das schlägt auf die Bilanz: Obwohl Swiss in den ersten neun Monaten 2026 den Ertrag um 5,3 Prozent steigerte, blieb der Gewinn mit 421,4 Millionen Franken nahezu auf Vorjahresniveau. Anders gesagt: Die gestiegenen Kosten frassen die Einnahmen praktisch vollständig auf.
Statt mehrerer grosser Anlässe habe man sich deshalb entschieden, eine gemeinsame Sommerfeier durchzuführen, sagt der Sprecher weiter. Ausschlaggebend für den Entscheid seien die positiven Rückmeldungen auf die letzte Sommerfeier gewesen.
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Belegschaft tobt
Einigen Angestellten geht die Streichung gehörig gegen den Strich: Sie stören sich daran, dass die Airline bei ihnen den Rotstift ansetzt, während für Influencer-Events offenbar weiterhin Geld ausgegeben wird. So lud Swiss kürzlich zu einem Weihnachtsessen mit ausgewählten Social-Media-Persönlichkeiten. «Für Influencer gibts ein Weihnachtsessen, für uns nicht. Wir toben», sagt ein Mitarbeiter gegenüber «20 Minuten».
Damit konfrontiert, erklärt die Lufthansa-Tochter, dass es sich beim Influencer-Anlass um ein «kleines, persönlichen Event mit rund zwei Dutzend externen Gästen» gehandelt habe. Eine Feier für die gesamte Belegschaft sei hingegen eine Grossveranstaltung mit mehreren tausend Teilnehmenden – die Dimensionen seien also nicht vergleichbar. An der Absage der Weihnachtsfeier ändere der Anlass zudem nichts.
Schon 2024 gab es Ärger
Es ist nicht das erste Mal, dass die Weihnachtsfeier der Swiss für Stunk sorgt. 2024 machte Blick einen Knatsch unter den Angestellten publik. Damals fand die Feier zwar statt – allerdings hatte es nicht für alle Platz.
Wer sich nicht früh genug für den Anlass im Stage One in Oerlikon ZH anmeldete, landete auf einer Warteliste. Das sorgte für Frust. «Mir ist die Freude an der Feier vergangen», sagte damals ein Swiss-Mitarbeiter zu Blick. Für seine leer ausgegangenen Kollegen fühle sich die Situation wie ein Schlag ins Gesicht an.
Swiss sprach damals von einer «logistischen Herausforderung». Heute ist die Situation eine andere: Statt auf einen Platz an der Weihnachtsfeier zu hoffen müssen sich die Mitarbeitenden nun damit abfinden, dass es gar keine gibt.
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