Wegen Einsprachen: Max der Uristier zieht erst Frühling 2027 um

- Der geplante Holzstier am Nätschen in Andermatt wird frühestens im Frühling 2027 fertiggestellt.
- Grund dafür sind Einsprachen gegen das Baugesuch sowie parallel laufende Verfahren für Baubewilligung und Quartiergestaltungsplan.
- Ursprünglich wurde der über 20 Meter hohe «Uristier Max» für das ESAF in Mollis erbaut und soll mit Lift und Sonnenterrasse ausgestattet werden.
Bis Max der Uristier – der ehemalige Muni Max des vergangenen Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests (ESAF) – an seinem neuen Zuhause am Nätschen in Andermatt im Kanton Uri zu bestaunen ist, dürfte es wohl noch eine Weile dauern. «Der Verein Max der Uristier hat entschieden, den Baustart für die Holzkonstruktion am Nätschen auf den Frühling 2027 zu verschieben», schreibt Sprecher Cornel Betschart.
Grund dafür seien die aktuell parallel laufenden Verfahren für die Baubewilligung sowie für die Bereinigung des Quartiergestaltungsplans. Beide Verfahren sollen gemäss Angaben des Vereins in den kommenden Monaten abgeschlossen werden.
Bauphase muss ausserhalb der Wintermonate stattfinden
Einen weiteren Grund für die Verzögerungen bilden gemäss Verein Einsprachen, die im Juni 2026 gegen das publizierte Baugesuch eingegangen seien. Die Baukommission prüfe diese Anliegen derzeit. Gleichzeitig werde der Quartiergestaltungsplan fachlich behandelt. Die rechtlichen Entscheide der beiden Verfahren erfolgen gemäss Betschart getrennt.
In der Folge habe sich die Planung nach hinten verschoben: «Da inzwischen September ist, wäre eine anschliessende Bauphase vor dem Winter nicht mehr realistisch.» Denn der geplante Standort liege auf fast 2000 Metern über Meer. Aus diesem Grund müssten die Bauarbeiten ausserhalb der Wintermonate erfolgen.
«Verein nimmt Anliegen aus Einsprachen ernst»
Der Verein arbeite weiterhin eng mit der Baukommission, der Gemeinde Andermatt und den zuständigen kantonalen Behörden zusammen. «Sämtliche gesetzlichen und formellen Vorgaben werden eingehalten. Gleichzeitig nimmt der Verein die Anliegen aus Petitionen, Einsprachen, Stellungnahmen und politischen Vorstössen ernst und ist weiterhin bemüht, gute Lösungen zu realisieren», so Betschart.
In diesem Zusammenhang betont der Vereinssprecher: «Der Verein ist weiterhin überzeugt, dass der Holzstier für Uri eine aussergewöhnliche Chance darstellt. Muni Max hat am ESAF in Mollis unzählige Menschen über die Landesgrenze hinaus begeistert.» Deshalb ist der Verein der Überzeugung, dass er als Uristier Max auch auf dem Nätschen zu grosser Freude und nachhaltiger Wertschöpfung führen werde.
Geplante Touristenattraktion mit Sonnenterrasse und Lift
Der Uristier Max wurde anlässlich des ESAF in Mollis vergangenen Jahres erbaut. Damals hiess er noch Muni Max. Über 20 Meter hoch ist der Holzkoloss. Nach Prüfung verschiedener Angebote konnte der Verein Max der Uristier den rund 182 Tonnen schweren Holzstier für sich und für den Kanton Uri gewinnen.

Dort soll er als Touristenattraktion mit einer Sonnenterrasse und einem Lift ausgestattet werden, sodass er auch von innen begehbar ist. «Der sieht aus wie unser Stier auf dem Kantonswappen, der gehört in den Kanton Uri», sagte Vereinspräsident Franz-Xaver Simmen (49) letztes Jahr.
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Lisa Arnold (lia) arbeitet seit März 2026 bei 20 Minuten als Praktikantin im Ressort Zürich.
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