Gigabyte bestätigt neue Intel-CPUs mit DDR4 für Anfang 2027
Auf seinen Presseseiten hat der Hardwarehersteller Gigabyte eine ausführliche Mitteilung zu BIOS-Updates für Mainboards mit den Chipsätzen H610 und B760 und veröffentlicht. Die erschienen für den Sockel 1700 jeweils Anfang 2022 und 2023 – warum also noch große Updates? Weil die Boards mit diesen Chipsätzen Anfang 2027 auch neue Intel-Prozessoren unterstützen sollen, welche mit DDR4-DIMMs zurechtkommen.
Schon seit Monaten gibt es Gerüchte, dass Intel unter anderem die 13. Core-Generation (Raptor Lake) neu auflegen will. Im Juni gab es auf der taiwanischen Messe Computex nähere Informationen, bei denen aber die Quellen nicht genannt wurden. Tom´s Hardware wollte dort von mehreren Mainboard-Herstellern Bestätigungen für Intels Pläne erhalten haben. Nun bekennt sich mit Gigabyte ein erstes Unternehmen direkt zur Arbeit an Unterstützung für die neuen, alten Intel-Prozessoren.
Wie diese genau aussehen sollen, geht jedoch auch aus Gigabytes Mitteilung nicht hervor. Laut den Angaben von der Computex soll unter dem Codenamen „Raptor Lake Next“ anderem ein Prozessor mit 8P und 8E-Kernen entwickelt werden. Das würde beispielsweise dem Core i7 13700 entsprechen. Zu den Taktfrequenzen, der Schraube, an der Intel für mehr Leistung am leichtesten drehen kann, gibt es noch keine Informationen. Bereits die 14. Core-Generation, auch auf der Raptor-Lake-Architektur basierend, hatte Intel vor allem durch höhere Takte positioniert. Bei manchen Konfigurationen konnte dabei einiges schiefgehen.
Raptor Lake Next muss ziemlich billig werden
Intel steckt mit Raptor Lake Next in einer Zwickmühle. Der Nachfolger Core Ultra 200 (Arrow Lake), mit unter anderem deutlich höherer Leistung pro Takt, ist nach schwachem Start und einem Refresh inzwischen preislich attraktiv. Die neueste CPU, der Core Ultra 7 270K Plus, mit 8P und 16E-Kernen ist seit Längerem unter 300 Euro zu haben. Der Haken: Die Ultras laufen nur mit DDR5-DRAM. Das ist, trotz des allgemein hohen Preisniveaus durch die Speicherkrise, immer noch doppelt so teuer wie vergleichbare DDR4-Module.
Wohl für mittelklassige Spiele-PCs oder einfache Büro-PCs könnten aber günstigere Versionen des Raptor Lake Next interessant sein. Dafür müsste Intel die Prozessoren aber wirklich sehr günstig anbieten. Im High-End stehen 2027 zudem für Desktop-PCs von AMD Zen 6 und von Intel Nova Lake als neue Architekturen an. Letzteres soll mit einem besonders großen Last-Level-Cache (bLLC) erstmals auch AMDs X3D-Prozessoren ernsthaft Konkurrenz machen. Diese sind bei Spielen seit Jahren nahezu unschlagbar.
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