Hijacking-Notruf: Pilot wollte offenbar Maschine abstürzen lassen

- Ein Passagierflugzeug auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv hat über Saudiarabien einen Entführungsnotruf abgesetzt.
- Die Maschine drehte kurz vor Israel ab und flog Richtung Tabuk, wo sie später sicher landete.
- Gemäss israelischen Sicherheitskräften führte ein Streit zwischen den Piloten zum Vorfall.
Ein Passagierflugzeug von Dubai nach Tel Aviv hat über Saudiarabien einen Notruf abgesetzt, wie Daten von Flightradar zeigen. Neben einem generellen Notruf (Squawk 7700) wurde auch ein Notruf wegen Entführung (Squawk 7500) abgesetzt. Betroffen war ein Flugzeug der Billigfluggesellschaft Fly Dubai.
Kurz vor 9 Uhr kam dann die Entwarnung: Die Maschine konnte sicher in Tabuk in Saudiarabien landen. Israelische Sicherheitskräfte gehen inzwischen nicht mehr von einer Entführung aus. Ein «Streit zwischen Piloten» habe zu den Notrufen geführt, so die «Times of Israel». Dabei soll es auch zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen.
180 Israelis an Bord
Das Flugzeug auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv sei über Saudi-Arabien abgedreht und dort auf dem Flughafen Tabuk gelandet. An Bord der Maschine seien etwa 180 Israelis, berichtete die Zeitung «Haaretz». Israel und Saudiarabien unterhalten keine diplomatischen Beziehungen.
Israelische Kampfjets seien unterwegs zu dem Flugzeug, hatte die «Times of Israel» unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet. Das israelische Militär teilte zu dem Vorfall mit, Generalstabschef Ejal Zamir berate sich gegenwärtig mit ranghohen Kommandeuren, darunter der Chef der Luftwaffe.
Konstantin Furrer (fur) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Seit 2022 Newsdesk-Leiter, daneben Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung.
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