Autofahrer zahlen nicht nur an der Tankstelle mehr

- Haushalte in der Schweiz spüren deutlich höhere Kosten beim Autofahren und Heizen.
- Der Comparis-Womo-Preisindex zeigt für August 2026 einen Anstieg von 2,4 Prozent – weit über der allgemeinen Teuerung von 0,8 Prozent.
- Laut Comparis-Experte ist eine Verbesserung wegen der unsicheren Lage in Nahost vorerst nicht zu erwarten.
Autofahren und Heizen sind deutlich teurer geworden. Laut dem Comparis-Womo-Preisindex sind die Preise für Wohnen und Mobilität im August 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,4 Prozent gestiegen. Der Anstieg liegt damit deutlich über der allgemeinen Teuerung von 0,8 Prozent.
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Nicht nur das Tanken schlägt zu Buche: Treibstoff kostete im Schnitt 17,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Diesel verteuerte sich um 23,3 Prozent, Benzin um 15,8 Prozent. Auch die Motorfahrzeugversicherung wurde teurer – um 7,4 Prozent. Ersatzteile und Zubehör legten um 12,6 Prozent zu, Wartungs- und Reparaturleistungen um 8,6 Prozent.
«Für Autofahrende steigen nicht nur die deutlich sichtbaren Kosten an der Zapfsäule. Auch Versicherungen, Ersatzteile und Reparaturen belasten das Haushaltsbudget zunehmend», sagt Comparis-Finanzexperte Dirk Renkert in einer Medienmitteilung. Eine spürbare Verbesserung der Lage sei wegen der unsicheren geopolitischen Lage in Nahost vorerst eher nicht zu erwarten.
Auch beim Heizen steigt die Rechnung
Die Energie zum Heizen (Gas, Heizöl, Brennholz, Fernwärme) verteuerte sich insgesamt um 17,1 Prozent. Nebst Heizöl (Verteuerung um 53,1 Prozent) legte auch Brennholz um 10,8 Prozent zu. Fernwärme wurde dagegen um 0,4 Prozent günstiger, Gas um 3,0 Prozent.
«Mit welchem Energieträger eine Wohnung beheizt wird, entscheidet derzeit stark über die finanzielle Belastung eines Haushalts. Kurzfristig können Mieterinnen und Mieter darauf kaum Einfluss nehmen. Umso wichtiger ist es, den Verbrauch zu senken und bei stark schwankenden Heizkosten genügend Spielraum im Haushaltsbudget einzuplanen», empfiehlt Renkert.
Der Anstieg des Womo-Index bedeutet konkret: Hat eine Familie im letzten Jahr monatlich zweitausendfünfhundert Franken für die Wohnungsmiete, tausend Franken fürs Auto und zweihundert Franken für ÖV-Tickets ausgegeben, sind ihre Kosten um rund 89 Franken pro Monat gestiegen. Auf das ganze Jahr gesehen ergibt das allein für Wohnen und Mobilität Mehrkosten von 1066 Franken.
Am stärksten betroffen waren laut Index Paare ab 65 Jahren ohne Kinder mit plus 2,5 Prozent.
Wie gehst du mit den gestiegenen Kosten für Auto und Heizen um?
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Yasmin Rosner (roy), Jahrgang 1980, arbeitet seit 2017 für 20 Minuten im Newsdesk als Nachtschicht vom Ausland aus.
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