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Monday, October 5, 2026

Hunderte Millionen Verlust – Swiss Steel baut in Deutschland Stellen ab

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  • Der Stahlkonzern Swiss Steel mit Hauptsitz in Luzern hat angesichts hoher Verluste eine weitere Sanierung angekündigt.
  • Gemäss Konzernchef Frank Koch wird diese Sanierung die Standorte in Deutschland betreffen.
  • Dabei wird es zu einem weiteren Abbau von Stellen kommen.

Konkrete Zahlen zum geplanten Abbau der Stellen nannte Frank Koch im Interview mit der «SonntagsZeitung» nicht. Mit dem Schritt in Deutschland werde die Abhängigkeit vom Automobilgeschäft «noch mal signifikant geringer», sagte Koch.

Ziel sei es, die Produktionsstandorte so aufzustellen, dass sie in einem stark geschrumpften Markt wieder operative Gewinne erzielen könnten, so der CEO von Swiss Steel.

Verlust von 311 Millionen Euro im vergangenen Jahr

Swiss Steel halbierte die Anzahl der Mitarbeitenden nach Angaben von Koch bereits von 13'000 auf 6500 Mitarbeitende. Mit dem nächsten Schritt wird die Mitarbeiterzahl nochmals reduziert.

Eine Person in Schutzkleidung steht in einer Metallfabrik vor einem Ofen mit sprühenden Funken.
Legende: Ab 2028 werde, so der CEO von Swiss Steel, der Konzern deutlich kleiner und fokussiert sein. Keystone/MICHAEL BUHOLZER (Symbolbild)

Als weiteren Schritt nannte Koch die Bilanzsanierung. Einzelheiten dazu lege das Unternehmen nicht offen. «Unser Plan sieht vor, dass wir ab 2028 wieder in die operative Gewinnzone kommen», sagte Koch.

Der Konzern habe im vergangenen Jahr einen Verlust von 311 Millionen Euro geschrieben, nach 197 Millionen Euro im Jahr 2024, schreibt die «SonntagsZeitung».

Es besteht begründete Hoffnung auf eine Lösung.

Auch neue Schutzmassnahmen der EU gegen Stahlimporte belasten das Geschäft. Die zollfreie Exportmenge für die Schweiz sei um rund 35 Prozent reduziert worden, so Koch. Das treffe vor allem den Standort in Luzern. Swiss Steel stehe mit der EU und der Schweizer Regierung in Kontakt. «Es besteht begründete Hoffnung auf eine Lösung», sagte der Konzernchef.

Mitte 2026 sprach der Luzerner Kantonsrat für die Swiss-Steel-Tochter Steeltec in Emmenbrücke LU eine Finanzhilfe. Der Kanton will den Stahlhersteller mit seinen 600 Angestellten mit 17 Millionen Franken unterstützen. Der kantonale Beitrag sei nötig, damit der Bund seinen Anteil in derselben Höhe auszahle.

2025 hatte sich Swiss Steel von der Schweizer Börse SIX zurückgezogen. Grund waren umfangreiche Restrukturierungen und Reorganisationen der vorangegangenen Jahre.

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