Leser zum US-Zollkrieg: «Mit seinen Drohungen schneidet sich Trump nur ins eigene Fleisch»
Leser zum US-Zollkrieg
«Mit seinen Drohungen schneidet sich Trump nur ins eigene Fleisch»
Aufgrund von Strafmassnahmen der USA will Kanada ein «assoziiertes Mitglied» der EU werden. US-Präsident Trump gefällt das ganz und gar nicht. Er droht Europa mit massiven Strafzöllen. Unsere Community kann Trumps Androhungen langsam nicht mehr hören.
Publiziert: vor 9 Minuten
Darum gehts
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- Trump (80) droht Europa bei Kanadas EU-Annäherung mit Handelsstopp und Strafzöllen
- Kanada will «assoziiertes Mitglied» der EU werden, um Abhängigkeit zu reduzieren
- Leser fordern Gegenzölle: «Europa sollte hart bleiben und unabhängig werden»
Alessandro KälinRedaktor Community
Donald Trump (80) macht sich bei seinen direkten Nachbarn keine Freunde. Der US-Präsident verbannt kanadische Waren aus der zivilen öffentlichen Beschaffung der US-Bundesregierung. Dieser Schritt ist nur die jüngste Massnahme im Wirtschaftskrieg, den sich die beiden nordamerikanischen Länder liefern. Doch nun wird auch die EU in den Konflikt hineingezogen.
Kanada hat vor, sich mit Europa zusammenzutun. Um sich von der wirtschaftlichen Abhängigkeit gegenüber den USA zu lösen, will das Land ein «assoziiertes Mitglied» der EU werden. Doch Trump droht bereits mit harten Konsequenzen, sollte die Union der Annäherung zustimmen. Er spricht nicht nur von erneuten Strafzöllen, sondern auch von einem vollkommenen Handelsstopp mit Europa. Unsere Community hat entschieden genug von den Drohungen des US-Präsidenten.
«Der Mann hat von Handel nicht die geringste Ahnung»
In den Kommentaren erntet Trump harte Kritik. Marion Jost ärgert sich: «Trump ruiniert den Welthandel! Dass man eine einzige Person solchen Schaden anrichten lässt, verstehe ich einfach nicht.» Silvia Kunz schliesst sich an: «Diese Massnahmen gegen Kanada sind ein weiterer Beweis, dass der Mann von Handel nicht die geringste Ahnung hat.» Sven von Gunten fragt: «Mit wem will er überhaupt noch handeln, wenn er bei allen den Riegel vorschiebt?»
Michael Ronner merkt zudem an: «Die erneute Drohung von Präsident Trump zeigt einmal mehr, wohin eine Politik mit ständigen Druckmitteln führt.» Dass Brüssel und Ottawa nach engeren Partnerschaften suchen, ist für ihn eine nachvollziehbare Folge. Er führt weiter aus: «Wer Zölle immer wieder als Druckmittel einsetzt, gibt seinen Partnern nur zusätzliche Gründe, ihre Handelsbeziehungen zu diversifizieren.»
Für Yvonne Gubser ist klar: «Trump hat nicht zu entscheiden, wer mit wem anbandelt. Vor allem, weil das Ganze ja auch seine Schuld ist.» Michael Franz ist zudem überzeugt: «Mit seinen Drohungen schneidet sich Trump nur ins eigene Fleisch.» Kurt Huber fügt an: «Wenn er die USA an die Wand fahren will, wird das schmerzhaft für alle. Aber erpressen lassen sollte sich Europa nicht.»
«Es kann in den USA nicht ewig so weitergehen»
Ein Bündnis zwischen Kanada und der EU wird derweil von vielen in der Leserschaft befürwortet. Basil Honegger ist einer von ihnen: «Es wäre strategisch klug, wenn Kanada und Europa sich zusammentun. Ich wünsche den beiden viel Erfolg im Wirtschaftskrieg gegen Trump.» Auch Ursula Läng Akimana schreibt: «Kanada handelt vollkommen richtig. Das sollte Europa auch tun. Einfach keinen Handel mehr mit den USA.»
Olivier Baumberger fordert nun direkte Massnahmen: «Europa sollte jetzt hart bleiben und allenfalls Gegenzölle erheben. Es kann in den USA nicht ewig so weitergehen, wenn Trump sie von einem Schlamassel in den nächsten treibt.» Auch Manfred Weiss erhofft sich: «Vielleicht wachen dann alle anderen mal auf und halten gegen ihn zusammen. Dann ist der ganze Zollwahnsinn schnell am Ende.»
Auch für Nick Calvetti ist klar: «Da muss man rigoros durchgreifen und Gegenmassnahmen lancieren. Neue Bündnisse und neue Handelsabkommen mit normalen Staaten abschliessen, dann kommt Amerika zurückgekrochen.» Manfred Ackermann argumentiert ähnlich: «Wir und Europa haben uns zu sehr von den Amis abhängig gemacht. Jetzt kommt die Quittung. Es ist an der Zeit, sich wieder unabhängig zu machen und wichtige Güter selbst herzustellen.»
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