Russischer Öltanker trieb bewegungsunfähig in der Ostsee

- Zwischen Rügen und der dänischen Insel Møn ist in der Nacht auf Sonntag ein Tanker mit russischem Öl liegen geblieben.
- Starker Ostwind trieb das Schiff Richtung Dänemark, der Notfallschlepper «VB Bremen Fighter» wurde zum Havaristen geschickt.
- Der Tanker ist wieder unterwegs, die Ursache des Problems ist unklar; in der Nähe war das russische Landungsschiff «Aleksandr Shabalin».
Zwischen Rügen und der dänischen Insel Møn ist in der Nacht auf Sonntag ein Tanker mit Öl aus Russland liegen geblieben. Wie die Aufzeichnungen des Automatischen Identifikationssystems (AIS) zeigen, verlangsamte sich das Schiff erst, bevor es schliesslich ganz stehen blieb.
Wie der Focus berichtet, hätten deutsche und dänische Behörden die Situation im Blick. Obwohl er erst technische Probleme gemeldet hatte, bewegt sich der Tanker mittlerweile wieder. Am Sonntagmorgen befand sich das Landungsschiff «Aleksandr Shabalin» des russischen Militärs in der Nähe des Tankers.
Mittlerweile wieder unterwegs
Während des Stillstands trieb der Tanker wehrlos auf hoher See. Der starke Ostwind trieb ihn von der deutschen Küste weg in Richtung Dänemark. Die Verkehrszentrale Warnemünde reagierte und schickte den Notfallschlepper «VB Bremen Fighter» vom Mukran Port bei Sassnitz auf Rügen zu dem Havaristen, so die «Bild».
Obwohl der Tanker wieder unterwegs ist, ist laut Vesselfinder der «Navigationsstatus» des Schiffs noch immer «eingeschränkt». Was genau das Problem ist, ist unklar. Das 189 Meter lange Schiff fährt unter der Flagge der Bahamas. Es startete in Ust-Luga und ist offenbar unterwegs nach Skagen, Dänemark.
Wegen des russischen Kriegsschiffs «Aleksandr Shabalin», das sich in der Nähe aufhielt, war auch die deutsche Bundespolizei im Einsatz. Ein Boot der Küstenwache verfolgte jedoch einen anderen aus Russland kommenden Tanker, «Myra», der im selben Zeitraum aufgefallen ist, weil er während der Fahrt die Flagge, unter der er fährt, gewechselt hatte – von Madagaskar auf Kamerun.
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Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.
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