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Sunday, October 11, 2026

Belgisches Prinzenpaar kämpft vor Gericht um 16'000 Franken

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Auf Betrüger hereingefallen

Belgisches Prinzenpaar kämpft vor Gericht um 16'000 Franken

Eine Betrüger-SMS kostete das Paar mehrere tausend Franken. Nun wollen die belgischen Royals vor Gericht endlich Gerechtigkeit erlangen.

Publiziert: 08.10.2026 um 06:00 Uhr

  • Eine falsche SMS kostete Laurent und Claire über 16'000 Franken
  • Fünf stehen wegen Betrugs und Geldwäscherei vor Gericht
  • Das Paar fordert Rückzahlung

Über die Jahre hinweg sorgte Prinz Laurent (62) immer wieder für Skandale und geriet mit dem Gesetz in Konflikt. Mit umstrittenen Auslandsreisen, Protokollverstössen und wiederholten erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen handelte er sich Spitznamen wie «Prinz Vollgas» oder gar «Enfant terrible» ein. Doch nun steht der jüngere Bruder von König Philippe (66) auf der anderen Seite. Der Belgier und seine Ehefrau, Prinzessin Claire (52), wurden Opfer einer dreisten Bande, die sie um Tausende von Franken betrogen hat. Jetzt müssen sich die fünf mutmasslichen Täter wegen Computerbetrugs und Geldwäscherei vor Gericht im belgischen Löwen verantworten.

Doch was war passiert? Der Albtraum begann kurz vor Weihnachten 2021. Prinzessin Claire hatte ihre Bankkarte verloren. In der Sorge, Unbefugte könnten das Konto plündern, schöpfte sie keinen Verdacht, als eine SMS auf ihrem Telefon eintraf. Der Absender gab sich als «Card Stop» aus, der belgische Notrufdienst für Kartensperrungen. Um den Verlust zu melden, folgte die Prinzessin dem Link und tippte auf der ­gefälschten Webseite ihre vertraulichen Zugangsdaten ein. Ein verhängnisvoller Irrtum: Kriminelle verschafften sich dadurch Zugriff auf das Konto des Paares.

Grosse Belastung

Die Betrüger erbeuteten insgesamt mehr als 16'000 Schweizer Franken. Um die Herkunft des Geldes zu verschleiern, schleuste die Bande die Beute über mehrere belgische Konten. Anschliessend floss die Summe nach Spanien. In Marbella liessen es die Täter auf Kosten der Royals krachen: Sie kauften in einem Elektronikgeschäft ein und verprassten grosse Summen beim Feiern in einem exklusiven Nachtklub.

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Dieser Artikel wurde erstmals in der «GlücksPost» veröffentlicht. Mehr aus der Welt der Schweizer Prominenz, Royals und Sportstars erfährst du immer donnerstags in unserem Heft: zum Abo!

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Die Staatsanwaltschaft fordert jetzt ­Gefängnisstrafen von bis zu 15 Monaten. Für Laurent und Claire, die als Nebenkläger auftreten, geht es um die vollständige Rückzahlung. Neben dem finanziellen Schaden wiegt vor allem die emotionale Belastung schwer. Wie tief der Vertrauensbruch die Prinzessin traf, schilderte ihr Anwalt im Gerichtssaal: «Das hatte schwere Auswirkungen auf meine Mandantin. Sie hat sechs Monate lang nicht geschlafen.»

Weitere Geldforderung

Der Betrugsprozess ist für Prinz Laurent nicht die einzige juristische Baustelle. Während das Paar vor Gericht um 16'000 Franken kämpft, wartet er in einem anderen Verfahren seit über 15 Jahren auf eine enorme Summe: fast 50 Millionen Franken.

Hintergrund ist ein Umweltprojekt ­seiner Organisation zur Aufforstung in ­Libyen, das der Staat 2010 einseitig beendete. Obwohl Gerichte dem Royal Schadenersatz zusprachen, sah er bis heute ­keinen Rappen. Nun schöpft Laurent neue Hoffnung. Seine Anwälte haben ein Netzwerk in Italien aktiviert. Da das Land enge Verbindungen zu Libyen pflegt, soll das Geld nun über Juristen in Rom einge­fordert werden.

Zuletzt sorgte der belgische Royal auch mit seinem Privatleben für Schlagzeilen. Im Februar hat er offiziell die Vaterschaft von Clément Vandenkerckhove (26) anerkannt, der aus seiner früheren Beziehung mit Sängerin Wendy Van Wanten (66) stammt. Im Leben von Prinz Laurent und Prinzessin Claire bleibt es also gewohnt turbulent.

Vorsicht vor Betrug

Betrüger werden immer geschickter und täuschen oft echte Mitteilungen von Banken oder Postdiensten vor. ­Beachten Sie diese Regeln zu Ihrer Sicher­heit:

  1. Klicken Sie niemals auf Links in unerwartet erhaltenen SMS oder E-Mails.
  2. Geben Sie keine vertraulichen Daten wie Passwörter oder Kreditkartendetails weiter.
  3. Lassen Sie sich nicht von angeblich dringenden Nachrichten unter Druck setzen.
  4. Seien Sie grundsätzlich kritisch, wenn Sie Bitten oder Forderungen um Geld erhalten – selbst Stimmen oder Videos können gefälscht werden.
  5. Bei Unsicherheit nie die Nummer aus der Nachricht nutzen, sondern die offizielle Hotline auf Ihrer Bankkarte wählen.
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