Zwei Clubs besonders heiss auf Henkelpott – PSG verliert an Boden


Darum gehts
- Die neue Champions-League-Saison startet mit 36 Teams, die in der Ligaphase um den direkten Achtelfinaleinzug kämpfen.
- Laut Opta-Prognosen sind Arsenal und Bayern München die Titelkandidaten Nummer eins, gefolgt von Manchester City und dem FC Barcelona.
- Die Premier-League-Clubs investierten in diesem Sommer 3,8 Milliarden Franken auf dem Transfermarkt – weit mehr als alle anderen Ligen.
Am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag startet die erste Runde der Ligaphase der Champions League – mit Partien um 18.45 Uhr und 21 Uhr (alles live bei uns). Eine gute Gelegenheit, sich selbst ein Bild von den Veränderungen des Sommers und den Kräfteverhältnissen zu Beginn der neuen Saison zu machen.
Die 36 teilnehmenden Teams, 17 Landesmeister und weitere 19 Mannschaften kämpfen um einen Platz unter den ersten acht, der direkt in den Achtelfinal führt, oder um die Ränge 9 bis 24, die einen Platz in den Playoffs im kommenden Winter bedeuten.
Natürlich stehen dabei auch einige grossartige Duelle auf dem Programm. Aber ebenso die Entdeckung echter Fussballländer, die vom prestigeträchtigsten Clubwettbewerb der Welt oft links liegen gelassen werden.
Grossclubs sind unter sich
Während sich die Aussenseiter immer wieder ändern, haben die reichsten Teams beinahe eine geschlossene Liga gemacht. Genau das dürfte auch im Interesse der Uefa liegen, denn die populärsten Mannschaften lassen sich besser vermarkten.

Seit 2015/16 erreichte Real Madrid beispielsweise sechs Finals und acht Halbfinals, sehr zur Freude seiner Fans auf dem ganzen Kontinent, die das Trikot von Kylian Mbappé tragen, ohne ihn jemals live spielen gesehen zu haben. Auch Manchester City, Bayern und PSG stehen sehr häufig unter den letzten vier. In diesem Jahr dürfte das kaum anders sein.
Am Ende der Fussballsaisons auf dem Kontinent verteilt die Uefa fast 75 Prozent des gesamten Preisgeldtopfs an die Teilnehmer der Champions League, 17 Prozent an jene der Europa League und etwas mehr als 8 Prozent an die Teams der Conference League. Das schafft einen Zug mit mehreren Klassen und stärkt die ohnehin schon Stärksten zusätzlich, neben jenen Clubs, die dank ihrer nationalen TV-Rechte bereits einen gewaltigen Graben aufreissen.
Wie stehst du zu der Dominanz der immer gleichen Grossclubs in der Champions League?
Titelfavoriten sind Arsenal und Bayern
In allen drei Wettbewerben gibt es zudem einen variablen Anteil, der unter anderem vom Gewicht des nationalen TV-Markts und vom Uefa-Koeffizienten des Clubs abhängt. Dieser macht in der Champions League und Europa League 35 Prozent der Einnahmen aus, in der Conference League dagegen nur 20 Prozent, und sorgt dafür, dass die Reichsten noch reicher werden.

Laut den Prognosen von Opta gehört PSG in dieser Saison trotz zweier Champions-League-Titel in Folge nicht zu den ganz grossen Favoriten auf den Triumph. Nach den Berechnungen dieser Fussballstatistiker wird Paris die Ligaphase auf Rang 7 beenden und hätte lediglich eine Chance von 7,09 Prozent, den Titel erneut zu gewinnen.
Opta erwartet eine Hierarchie, die von den üblichen Schwergewichten angeführt wird, mit Arsenal und Bayern München an der Spitze der Prognosen. Dahinter folgen Manchester City trotz des Abgangs von Pep Guardiola sowie der unvermeidliche FC Barcelona. PSG bleibt in ihrer Nähe und besitzt eine Chance von 14,40 Prozent, den Final zu erreichen.
Premier League gab 3,8 Milliarden (!) Franken auf dem Transfermarkt aus
Also wieder dieselben Teams wie immer? Die Wahrscheinlichkeit ist gross. Doch die englischen Clubs, in diesem Jahr mit fünf Vertretern dabei, ohne Donezk mitzuzählen, das in London spielen wird, dürften in den letzten Runden noch stärker vertreten sein als sonst.

Die Teams der Premier League haben in diesem Sommer schliesslich 3,8 Milliarden (!) Franken auf dem Transfermarkt investiert. Dahinter? Rund eine Milliarde für Italien, 750 Millionen für Deutschland, 730 Millionen für Spanien und weniger als 600 Millionen für Frankreich.
Und die Schweiz? Rund 45 Millionen, bei doppelt so hohen Einnahmen aus Verkäufen. Einer der Gründe, warum die Super League keinen Vertreter in der Königsklasse stellt.
Robin Carrel (rca) ist Journalist und Leiter der Sportredaktion bei 20 minutes, wo er seit 2011 tätig ist. Er arbeitet ausserdem für lematin.ch.
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