Spazieren gegen Einsamkeit – Yanick (26) startet neuen Club

- Der Zuger Yanick hat den «Zuger Spazierclub» gegründet, um Einsamkeit zu bekämpfen und Menschen zusammenzubringen.
- An jeweils zwei Freitagabenden im Monat sollen kostenlose Spaziergänge durch die Stadt Zug stattfinden.
- Am vergangenen Freitag traf sich eine kleinere Gruppe zum ersten Mal für einen Spaziergang durch Zug. Weitere Treffen seien in Planung.
«Damit sich junge Leute weniger einsam fühlen»: Aus diesem Grund hat sich Yanick (26) aus Zug dazu entschieden, einen Spazierclub ins Leben zu rufen. An zwei Freitagabenden im Monat will er Leute in der Stadt Zug zusammenbringen, um für etwa eine Stunde gemeinsam spazieren zu gehen.
Am vergangenen Freitag fand das erste Treffen statt. «Es war ein Erfolg», lautet das Fazit von Yanick. Die idealen Wetterbedingungen hätten zur ausgelassenen Stimmung während des Spaziergangs durch die Stadt Zug und entlang der Seepromenade beigetragen. Es seien zwar nur fünf Personen gekommen, für einen ersten Anlass empfindet Yanick dies aber als nicht schlecht. «Diejenigen, die dabei waren, zeigten sich begeistert und freuen sich auf weitere Spaziergänge», fügt Yanick an.
«Die Stimmung war locker und ungezwungen – genau so, wie alles sein sollte»
«Miteinander reden und neue Menschen kennenlernen»
«Ich möchte eine möglichst grosse Community aufbauen, die idealerweise auch viele junge Leute zusammenbringt», begründet Yanick seine Motivation, den «Zuger Spazierclub» zu gründen. Als Vorbild dafür habe ein ähnliches Projekt aus Deutschland gedient.
Der Zuger fügt an: «Viele Leute kennen das Gefühl vermutlich – ab und an fühlen wir uns doch alle mal einsam.» Genau da wolle er ansetzen – und mithilfe seines Projekts einen Beitrag dazu leisten, dass sich die Leute ein Stück weit weniger einsam fühlen. «Es geht darum, gemeinsam rauszukommen, miteinander zu reden und neue Menschen kennenzulernen.»

Nächste Treffen in Planung
Yanick könne sich auch vorstellen, jeweils nach dem eigentlichen Spazieren je nach Lust und Laune mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern noch etwas trinken zu gehen. Wichtig ist dem Gründer des Clubs allerdings: «Es soll sich niemand verpflichtet fühlen, bis zum Schluss des Treffens bleiben zu müssen.»
Die nächsten Treffen seien bereits in Planung: «Das nächste Mal treffen wir uns am 2. Oktober – hoffentlich dann bereits mit ein paar Gesichtern mehr.»
Ähnliches Projekt aus Zürich
Ein ähnliches Projekt existiert bereits in Zürich. 20 Minuten sprach im vergangenen November mit der damals 22-jährigen Emma, die mit «Wednesday Walk und Talk» jeweils an einem Mittwochabend junge Menschen in Zürich für gemeinsame Gespräche und Spaziergänge vereinen wollte.
Als Inspirationsquelle dafür nannte die junge Zürcherin Running-Clubs. Allerdings wollte sie «ein Format schaffen, das Bewegung und Gespräche verbindet – ohne zu rennen».
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Lisa Arnold (lia) arbeitet seit März 2026 bei 20 Minuten als Praktikantin im Ressort Zürich.
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