heise+ | Test Honda CB 1000 F: Die goldene Schüssel ist zurück
Auf die Erwähnung des Namens Bol d’Or werden ältere Motorradfahrer mit einem verklärten Blick reagieren. Die Honda CB 900 F galt Ende der 70er und zu Beginn der 80er-Jahre mit 95 PS als eines der stärksten Big Bikes. Wer auf ihr unterwegs war, brauchte kaum einen Gegner zu fürchten. Sie erreichte 217 km/h. Ihr Beiname lautete Bol d’Or, goldene Schüssel, benannt nach dem berühmten 24-Stunden-Rennen in Südfrankreich. Das hatte Honda dreimal in Folge gewonnen, als die CB 900 F im Jahr 1978 auf der IFMA in Köln präsentiert wurde.
- Motor mit 1000 cm³, 91 kW basiert auf dem des Superbikes Honda Fireblade
- Besonders elastisch: 103 Nm bei 8000/min, 70 Nm bereits bei 2500/min
- Mit 214 kg vollgetankt nicht zu schwer
- Quickshifter aufpreispflichtig
Der luftgekühlte Reihenvierzylindermotor hatte 901 cm3, zwei obenliegende Nockenwellen und 16 Ventile im Zylinderkopf. 1983 toppte Honda das sogar noch mit der CB 1100 F Bol d’Or, die 110 PS leistete, in Deutschland allerdings nur 100 wegen der damaligen freiwilligen Selbstbeschränkung der Motorradindustrie.
Konsequentes Design
In den vergangenen drei Jahrzehnten hat Honda immer wieder versucht, an den überwältigenden Erfolg der Bol d’Or anzuknüpfen, doch die Modelle mit Retro-Anleihen wollten nie so recht zünden. Das könnte sich bei der neuen CB 1000 F ändern, denn ihr Design ist konsequent dem der Vorfahrin von 1978 nachempfunden. Erstaunlich, dass Honda ihr in der Modellbezeichnung nicht den berühmten Beinamen Bol d’Or verleiht.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.