Yamal und Mbappé ausgestochen – Ballon d'Or erstmals an Kane und zum 3. Mal an Putellas

- Bayern-Knipser Harry Kane gewinnt den Ballon d'Or 2026, bei den Frauen wird Barcelona-Legende Alexia Putellas zum 3. Mal ausgezeichnet.
- Die nominierten Schweizer Johan Manzambi (unter 21) und Gregor Kobel (Goalie) gehen bei der Gala in London leer aus.
- Spanien und die Frauen des FC Barcelona dominieren die Preisvergabe.
Kurz vor Mitternacht war die meistdiskutierte Frage nach dem besten Fussballer der vergangenen Saison dann endlich beantwortet: Torjäger Harry Kane erhielt erstmals den Ballon d'Or. Die Jury aus 100 Journalisten würdigte damit die grossartige Saison des Engländers in Diensten von Bayern München, die im Double aus Meisterschaft und Pokalsieg gipfelte. Mit 73 Toren in 65 Pflichtspielen gelangen dem «Hurrikane» unglaubliche Werte.
Kane behielt vor Kylian Mbappé (Real Madrid) und Lamine Yamal (Barcelona) die Oberhand. Die Gala im Palladium Theatre am Oxford Circus in London hatte wegen Staus in der englischen Metropole mit deutlicher Verspätung begonnen.
Zum dritten Mal nach 2021 und 2022 schnappte sich Alexia Putellas den goldenen Ball. Die Barcelona-Legende, die sich im Sommer 2026 nach London zu den City Lionesses verabschiedet hatte, gehörte beim nächsten erfolgreichen Jahr der Katalaninnen zu den Säulen: Das Triple mit Barcelona und der Nations-League-Triumph mit Spanien reihten sich ins unfassbare Palmarès Putellas' ein. Die 26-fache Torschützin setzte sich vor ihrer früheren Barca-Teamkollegin Ewa Pajor und Khadija Shaw (Manchester City) durch.
Barcelona-Youngsters wiederholen Titel
Bei der Wahl zum besten Spieler unter 21 Jahren führte wie 2025 kein Weg an Yamal vorbei. Der ebenfalls nominierte Schweizer Johan Manzambi ging als Zehnter leer aus. Bei den Frauen ging der Nachwuchspreis ebenfalls nach Barcelona: Wie im Vorjahr gewann Mittelfeldspielerin und Teamkollegin von Sydney Schertenleib Vicky Lopez.
Bei den Goalies hielt die spanische Dominanz an. Weltmeister Unai Simon wurde in der Kategorie, in welcher auch Nati-Keeper Gregor Kobel (10.) auf der Shortlist figurierte, zum Sieger gekürt. Bei den Frauen wurde die Ehre Cata Coll zuteil. Luis de la Fuente wurde für den WM-Titel zum besten Trainer ausgezeichnet. Die Frauen des FC Barcelona staubten in Person von Pere Romeu auch in dieser Kategorie ab.
- Ballon d'Or Männer: Harry Kane (Bayern München/England)
- Ballon d'Or Frauen: Alexia Putellas (Barcelona/London City Lionesses/Spanien)
- Young Talent (bester U21-Spieler): Lamine Yamal (Barcelona) / Vicky Lopez (Barcelona Femeni)
- Jaschin-Trophäe (bester Goalie): Unai Simon (Athletic Bilbao/Spanien) / Cata Coll (Barcelona Femeni/Spanien)
- Trainer des Jahres: Luis de la Fuente (Spanien) / Pere Romeu (Barcelona Femeni)
- Klubs des Jahres: PSG / Barcelona Femeni
Panne vor der Zeremonie
Kurz vor der feierlichen Vergabe des Ballon d'Or sorgten offizielle Würdigungen der Organisatoren für den eigentlich noch gar nicht bekannt gegebenen Sieger für Aufregung. Es handelte sich um drei Artikel zu Yamal, Kane und Mbappé. Die Organisatoren räumten im Live-Ticker zur Vergabe eine Panne ein. Einige vorbereitete Porträts seien versehentlich online veröffentlicht worden. Diese Artikel seien im Voraus für alle Nominierten für den Fall eines Sieges vorbereitet worden, hiess es.
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