Hinter dem scheuen Babyface steckt ein gewaltiges Schlitzohr

- Kimi Antonelli (20) ist Formel-1-Weltmeister 2026 und damit der jüngste Champion der Geschichte.
- Den Titel sicherte sich der Mercedes-Fahrer am Sonntag beim Grossen Preis von Mexiko.
- Im Fahrerlager gilt der Italiener als beliebter Spassvogel, der sich mit dem Team Scherz-Duelle liefert.
Kimi Antonelli hat Geschichte geschrieben. Mit erst 20 Jahren krönt er sich zum Formel-1-Weltmeister 2026. Noch nie war der Champion der Königsklasse des Motorsports jünger. Sein Kunststück vollendete Antonelli am Sonntag beim Grossen Preis von Mexiko mit dem 3. Platz.
Sein kometenhafter Aufstieg erreicht schon in seinem zweiten Jahr in der Formel 1 einen Punkt, an den die allermeisten Rennfahrer gar nie kommen – den Weltmeister-Thron.
Zaun-Crash und Scherz-Duelle
2025 erhielt Antonelli mit 18 Jahren sein erstes Formel-1-Cockpit bei Mercedes. Die Fussstapfen, die er dort zu füllen hatte, waren gigantisch. Der schüchterne Italiener mit dem Babyface folgte auf Sir Lewis Hamilton, der zu Ferrari wechselte.
In seiner ersten Saison für Mercedes schaffte er es dreimal aufs Podest, für einen Sieg reichte es noch nicht. Dafür gab es davon zu Beginn seines zweiten Jahres gleich fünf in Serie. Von da an war klar, dass der Weg zum WM-Titel 2026 wohl über Antonelli führen wird.
Im Fahrerlager ist der Jungspund allseits beliebt. Nicht zuletzt wegen der noch etwas unbeholfenen Art des Schlitzohrs. Beispielsweise setzte er seinen Mercedes bei einem Dreh in Austin rückwärts in einen Holzzaun und brauste dann mit quietschenden und rauchenden Reifen davon – sehr zur Belustigung von George Russell im Auto nebenan.
Mit seinem Team liefert er sich regelmässig Scherz-Kämpfe. Vieles davon filmt das Social-Media-Team mit versteckter Kamera. Beispielsweise jagte Antonelli einmal seinen Renn-Ingenieur Peter Bonnington mit einer Hochdruck-Wasserpistole. Als Racheaktion mischte der Ingenieur scharfe Sauce in die Trinkflasche seines Schützlings.
Ein anderes Mal driftete Antonelli direkt aus der Garage raus. Dies hinterliess natürlich schwarze Reifenspuren auf dem blitzblanken Boden der Garage. Natürlich mussten die Mechaniker die Spuren sofort entfernen. Die dafür benutzten Tücher und Lumpen stopften sie als Revanche in die Jacke des Spassvogels. Dieser nahm es mit Humor und konnte darüber lachen.
An seinem Geburtstag im Sommer gratulierte ihm sein Team mit ordentlich Schlagrahm. Nicht auf einer Torte, sondern auf Tellern, die sie ihm auf den Kopf oder ins Gesicht schmierten. Anschliessend wurde er auch noch mit Wasser geduscht. Was ihn nun anlässlich seines ersten WM-Titels erwartet? Man wird garantiert bald davon in den sozialen Medien erfahren.
Nino Vinzens (nvi) arbeitet seit 2024 für 20 Minuten. Seine Expertise verteilt sich hauptsächlich auf die Sportarten Fussball, Ski Alpin und Eishockey.
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