«Neubau soll Regentanks haben»: Eure Lösungen gegen Wassermangel

- Die Wasserknappheit in der Schweiz bewegt die 20-Minuten-Community zu konkreten Lösungsvorschlägen.
- Leserinnen und Leser fordern mehr Stauseen, Renaturierung und private Regenwasserspeicher.
- Auch ein Umdenken in der Landwirtschaft und mehr Eigenverantwortung beim Wasserkonsum werden gefordert.
Dieser Sommer hat gezeigt: Auch in der Schweiz kann der Wasserstand zum Thema werden. Frau Mara Tignino, Expertin für Wasserkonflikte und Wasserdiplomatie, fordert: «Wasser muss ein politisches Thema werden.»
Doch bereits jetzt gibt es diverse Lösungsansätze, die zum Teil bereits eingesetzt werden. Mehr dazu liest du hier im Originalartikel. Auch die Community hat diverse Lösungsvorschläge, wie ein Blick in die Kommentarspalte zeigt.
«Unser Land wurde trockengelegt»
User SmartAleck ist nicht überrascht von Trockenheit: «Seit 2003 warne ich davor und propagiere, dass die Schweiz ganz dringend viel mehr Stauseen bauen sollte. Das würde nicht nur das Problem von Starkniederschlägen etwas dämpfen, sondern auch das Trinkwasser speichern und einen Teil des Energieproblems des Zappelstroms lösen.»
User Baujahr87 hingegen schlägt vor: «Die Lösung wäre, die Schweiz wieder zu renaturieren. Unser Land wurde trockengelegt und es geht immer weiter!»

Einen scheinbar simplen Vorschlag hat User Die.Hand: «Früher hatte jeder seinen Tümpel, heute müsst ihr Speicher bauen. Das ist echt einfach.»
Auch Lebens-architekt erwähnt Speicher, geht aber noch auf weitere Punkte ein: «Besonders wichtig scheint mir, Landwirtschaft, Gemeinden, Energieversorgung und Naturschutz nicht gegeneinander auszuspielen. Technische Lösungen sind notwendig, aber sie ersetzen keinen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser. Was heute teuer erscheint – Speicher, vernetzte Versorgung oder Grundwasserschutz –, könnte morgen eine der klügsten Investitionen überhaupt sein.»
Eigenverantwortung wird gefordert
Soel hat eine Idee, die auch Privatpersonen umsetzen könnten: «In die Rasenflächen leichte Buchtungen anlegen, bei zu viel Regen dienen sie wie Auffangbecken.» Auch User Quartier appelliert an die Eigenverantwortung: «Jeder Einzelne von uns sollte seinen eigenen Wasserkonsum überdenken, mit dem wir alle mehr als grosszügig umgehen.»
Und Romeo@Julia erzählt: «Ich bin gerade am Bauen und lasse zwei Tanks à 10’000 Liter einbauen. Dies für Gartenbewässerung, Toilettenspülung und Wasser für die Waschmaschine. Ich finde, dies sollte in der Schweiz bei Neubauten Pflicht sein. Ob Private oder Firmen.»
«Landwirtschaft neu denken»
Einen aussergewöhnlichen Vorschlag hat Goover: «Wie wärs erst mal, alles ganzjährig zu beschneien, was noch über der Null-Grad-Grenze liegt? Das sind auch Wasserreserven.» User Mario_urbanist sieht Potenzial woanders: «Man muss die Landwirtschaft neu denken. Die Vieh- und Milchwirtschaft verschlingt Millionen von Litern Wasser. Würde man den Bestand an Vieh reduzieren, dafür wieder mehr Kartoffeln, Getreide und Gemüse anbauen, hätten wir nicht nur wieder mehr Trinkwasser zur Verfügung, sondern wären auch viel weniger von Importen abhängig.»
Machst du dir Gedanken über die Wassersituation in der Schweiz?
Anja Zingg (anz), arbeitet seit 2020 bei 20 Minuten. Sie ist seit Juni 2023 Leiterin des Ressorts Gesellschaft & Community.
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