Günstig und traumhaft schön: Blaues Wunder im Balkan
Ohrid in Nordmazedonien ist unterschätzt. Kristallklares Wasser, wilde Klippen, kaum Touristen. Ein Naturjuwel.
Publiziert: vor 25 Minuten
Arena der Gladiatoren
Als Ohrid noch Lychnidos hiess, bauten die Griechen 200 Jahre vor Christus ein Amphitheater hoch über der Stadt. Später kamen die Römer und verwandelten es in eine Arena für Gladiatorenkämpfe. Unter den ersten Sitzreihen sieht man noch die Räume, in denen man die Löwen gefangen hielt, bevor man sie in die Arena liess. Heute geniesst man den Weitblick über Theater und See – ganz ohne Lebensgefahr. Im Sommer ist die Arena Kulisse für das Ohrid Summer Festival.
Per Boot zum Kloster
Mit einem Ausflugsschiff gelangt man nach Sveti Naum am Südufer des Ohridsees. Das Kloster, zwischen 893 und 900 erbaut, zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Nordmazedoniens und steht auf der Liste des Weltkulturerbes. Im 19. Jahrhundert brannte es nieder, nur die Klosterkirche blieb erhalten. Die bunten Fresken in ihrem Inneren zeigen Szenen aus dem Leben des Klostergründers. Draussen stolzieren Pfauen umher. Wer sie füttert, sollte aufpassen: Zu viel Nähe quittieren sie mit einem Schnabelhieb.
Europas ältester See
Dreimal so gross wie der Vierwaldstättersee ist der Ohridsee – über 30 Kilometer lang und 15 Kilometer breit. Das Gewässer an der Grenze zwischen Nordmazedonien und Albanien gilt mit einem Alter von 1,4 Millionen Jahren als das älteste Europas. Kein Wunder, dass die Unesco den See als Natur- und Kulturerbe schützt. Er ist für kristallklares Wasser bekannt. Gespeist wird er durch unterirdische Karstquellen, die für ständigen Frischwasserzufluss sorgen.
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Entdecken Sie Nordmazedonien mit Edelweiss und fliegen Sie von Juni bis August sowie in den Weihnachtsferien zweimal wöchentlich nonstop nach Ohrid. Gepäck, Sportgepäck und die Verpflegung an Bord sind im Preis inbegriffen.
Mehr Inspirationen, Tipps und spannende Geschichten zu Nordmazedonien oder einem der anderen über 100 Traumzielen finden Sie auf der Edelweiss Website.
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Vogelkonzert
Der Ohridsee gilt vielen als der schönste See – allerdings nicht den Ornithologen. Die fahren einmal über den Pass zum benachbarten Prespasee. Dort brüten bzw. überwintern viele seltene Vogelarten. Besonders Rosa- und Krauskopfpelikane fühlen sich hier wohl. Die beste Zeit für Vogelbeobachtungen und -konzerte ist im Frühjahr und Herbst, wenn die Zugvögel rasten. Idealer Spot: der Strand von Dupeni.
Favorit Forelle
Sightseeing macht hungrig. Die meisten Fischrestaurants liegen an der Kaneo-Uferpromenade. Panierter Karpfen und Aalgerichte sind die lokalen Favoriten. Noch beliebter ist gegrillte Ohrid-Forelle. Die ist inzwischen aber selten geworden, sodass die meisten Exemplare aus der Zucht stammen. Wer mazedonische Küche kosten will, besucht eine traditionelle Taverne, eine «Meana», in der Altstadt. Dort gibt es Tavče gravče, überbackene Bohnen, oder Turli Tava, einen deftigen Eintopf aus Fleisch und Gemüse.
Osmanische Altstadt
Ein Labyrinth aus kopfsteingepflasterten Gassen windet sich den Hügel hinauf. Blickfang sind die typischen weissen Häuser aus der osmanischen Ära. Ihre Besonderheit: Sie ragen nach oben hin immer weiter über die Strasse, um trotz enger Gassen Raum zu gewinnen. In der «čaršija», der Fussgängerzone im Herzen der Stadt, reihen sich zwischen jahrhundertealten Platanen Boutiquen, Handwerksläden und Cafés aneinander.
Dem Himmel so nah
Vor den Toren Ohrids liegt der Galičica-Nationalpark mit tollen Wander- und Velorouten. Mit einer Höhe von 2255 m ü. M. ist der Magaro der höchste Berg. (Achtung: Der Weg ist nur für Trainierte!) Noch höher hinaus gehts per Paragliding: Tandemflüge starten von einer Rampe auf gut 1760 Meter Höhe und bieten eine schöne Vogelperspektive auf beide Seen.
Klippenkirche
«Lage, Lage, Lage»: Den Leitspruch aller Immobilienmakler beherzigten im 13. Jahrhundert auch die Bauherren der Kirche des heiligen Johannes von Kaneo. Sie setzten das Gotteshaus mit achteckigem Turm auf einen Felsvorsprung, nur wenige Meter über dem See. Ob die malerischen Zypressen schon damals dort standen? Sicher ist: Das Bergpanorama und das tiefblaue Wasser des Ohridsees gab es schon. Heute ist die Kirche die meistfotografierte Sehenswürdigkeit der Stadt.
365 Kirchen
Einer Legende nach gab es in Ohrid einst 365 Kirchen – eine für jeden Tag des Jahres. Vermutlich waren es nicht ganz so viele, aber die Stadt besitzt eine aussergewöhnlich hohe Dichte an mittelalterlichen Kirchen. Kein Wunder, wird sie oft als «Jerusalem des Balkans» bezeichnet.
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