Noch-Frau spricht über ihre Ehe: «Die Gewalt hörte nicht auf»

Darum gehts
- «Die Gewalt hörte nicht auf» – mit diesen Worten beschreibt Julia Meck ihre Ehe mit dem Youtuber JP Kraemer.
- Die 25-Jährige schildert auf Instagram Schläge, Würgegriffe und Kontrolle und widerspricht damit Kraemers Version der Ereignisse.
- Sie reagiert damit erstmals ausführlich auf die Geschehnisse in ihrer Ehe.
Gegen den deutschen Auto-Influencer Jean Pierre Kraemer, bekannt als JP Performance auf Youtube, laufen Ermittlungen. Der 45-Jährige hat öffentlich zugegeben, seine Noch-Ehefrau Julia Meck geschlagen zu haben. Die 25-Jährige hielt sich bislang zurück mit Äusserungen – in einer nicht öffentlichen richterlichen Vernehmung soll sie laut «Bild» gesagt haben, dass die Ehe von Schlägen, Würgen und ständiger Kontrolle geprägt gewesen sei.
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Nun wird sie auf ihrem Instagram-Kanal konkret. «Vieles habe ich hingenommen. Ich wollte mich aus einer öffentlichen Schlammschlacht heraushalten und mein Privatleben schützen. Aber ich lasse mir nicht alles gefallen», so Meck. Sie spricht damit die Anfeindungen gegen sie und ihre Familie an, aber auch Aussagen JP Kraemers, die in ihren Augen nicht stimmen. «Deshalb muss ich jetzt reagieren und mich verteidigen.»
Während Kraemer von Gewalt auf beiden Seiten spricht, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Gewaltvideo, sagt Meck: «Er riss mir die Kette vom Hals, griff mit seiner Hand mein Gesicht und Teile meines Halses und drückte mit einem festen Würgegriff zu.» Sie habe sich nur mit einer kleinen Plastikbürste, die sie in ihrer Hand hielt, gegen seinen Brustkorb wehren können. «Ich stiess ihn mit beiden Händen so fest ich konnte von mir weg. In der Bewegung fiel seine Brille zu Boden, und ich rannte, in Angst um mein Leben, weinend aus dem Haus. Ich wählte den Notruf.»
Die Ehe sei auch geprägt gewesen von Kontrolle. Er habe ihr beispielsweise in einem Café, in dem sie mit einer Freundin sass, aufgelauert.
JP Kraemer und Julia Meck kamen 2023 zusammen und gaben sich 2024 in den USA das Ja-Wort – diesen August die Trennung. Auf die Frage, warum sie trotz Gewalt in der Beziehung bei ihrem Mann geblieben sei, sagt sie: «Weil ich Angst hatte. Aber auch, weil ich an die Liebe geglaubt habe: an die Briefe, die Blumen und die Versprechen, dass alles nur ein Ausrutscher gewesen sei, dass er seine Therapie wieder aufnehmen und sich dieses Mal wirklich etwas ändern werde.» Aber am Ende sei die «schmerzhafte Erkenntnis» geblieben: «Die Gewalt hörte nicht auf.»
Sie sei froh, dass nun das Schlimmste vorbei sei und sie einen Schlussstrich gezogen habe. Sie endet ihren Post mit einer Bitte an ihre Follower: «Nehmt meine Erfahrungen ernst, relativiert keine Gewalt.» Sie wolle nun nach vorne blicken – «in eine Zukunft ohne Gewalt und ständige Kontrolle».
Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?
Hier findest du Hilfe:
Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
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Yasmin Rosner (roy), Jahrgang 1980, arbeitet seit 2017 für 20 Minuten im Newsdesk als Nachtschicht vom Ausland aus.
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