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Wednesday, October 28, 2026

Meister Thun hat ein Goalie-Problem

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Was ist nur mit Steffen los?

Meister Thun hat ein Goalie-Problem

Letzte Saison gehörte Niklas Steffen zu den besten Goalies der Liga. Jetzt ist er laut Statistik der am einfachsten zu bezwingende Torhüter der Liga. Gewinnt Thun deshalb so wenig Punkte?

Publiziert: vor 22 Minuten

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Benjamin GwerderRedaktor Sport

Der Ball ist an seinen Händen, dann liegt er im Netz. Als Uran Bislimi (27) am Sonntag aus der Distanz abzieht, kann Niklas Steffen (25) den Schuss nur ins eigene Tor lenken. Das 2:1 kurz nach der Pause bringt Lugano beim späteren 3:2-Sieg in Thun auf Kurs. Und den Meistergoalie stärker in den Fokus.

Denn der Fehlgriff passt zu Steffens Saison. Die Statistik ist nach elf Runden brutal: Laut dem Blick-Datenlieferanten kassiert Steffen pro Spiel knapp ein halbes Tor mehr, als es von einem durchschnittlichen Goalie erwartet würde. Selbst der Vorletzte, Basels Mirko Salvi (32), steht mit minus 0,10 deutlich besser da.

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Bester in der Tabelle ist Luzerns Karlo Letica (26) der pro Spiel 0,4 Tore mehr verhindert, als aufgrund der gegnerischen Abschlüsse zu erwarten wäre. Hinter Letica kommen Luganos David von Ballmoos (31) mit plus 0,33 und GC-Goalie Marvin Hübel (23) mit plus 0,29.

Steffens minus 0,48 heisst somit: Pro 90 Minuten verhindert er fast ein Tor weniger als Luzern-Keeper Letica.

Vor kurzem gehörte Steffen noch zu den besten der Liga

Wie anders sah das im Frühling aus! In der Meistersaison 2025/26 stand Steffen in 36 von 38 Ligaspielen im Einsatz. Seine Bilanz: plus 0,25 pro 90 Minuten, Rang zwei hinter St. Gallens Lawrence Ati-Zigi (29) mit plus 0,29. Nun fehlt Thun genau dieser Rückhalt.

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Über seine grundsätzliche Klasse sagen elf Runden zwar wenig aus, doch der Negativ-Trend ist Tatsache. Eine Mitschuld an den schwachen Thuner Resultaten hat aber natürlich auch die Verteidigung.

Den Luganesi genügt am Sonntagnachmittag zweimal ein langer Ball, um die Abwehr auszuhebeln. Vor dem 0:1 lässt sich Nicolas Bürgy (31) von Dereck Moncada (18) abschütteln. Vor dem 1:3 schlägt er nach einem Zuspiel von Lukas Mai über den Ball. Albian Ajeti (29) kann alleine auf Steffen losziehen und trifft.

Die Szenen zeigen Thuns Dilemma: Die Verteidiger bringen ihren Goalie mit Fehlern in Bedrängnis und Steffen wiederum gelingt es derzeit zu selten, die Mannschaft mit einer Parade aufzufangen. So fehlt dem Meister hinten die Absicherung in beide Richtungen.

Trainer Gian-Luca Privitelli (48) sieht das aber pragmatisch: «Ja, die drei Gegentore fallen ein bisschen zu einfach», sagt er und fügt dazu an: «Das gibt es halt einfach im Fussball.»

Mannschaft

SP

TD

PT

1

FC Lugano

FC Lugano

11

25

31

2

BSC Young Boys

BSC Young Boys

11

17

25

3

FC Sion

FC Sion

11

7

22

4

FC Zürich

FC Zürich

11

-3

17

5

Servette FC

Servette FC

11

2

16

6

FC St. Gallen

FC St. Gallen

11

-4

16

7

FC Basel

FC Basel

11

-3

14

8

FC Luzern

FC Luzern

11

-6

12

9

FC Thun

FC Thun

11

-11

10

10

FC Vaduz

FC Vaduz

11

-1

9

11

Grasshopper Club Zürich

Grasshopper Club Zürich

11

-13

9

12

FC Lausanne-Sport

FC Lausanne-Sport

11

-10

6

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