Köppel erntet nach Putin-Auftritt heftige Kritik

- Weltwoche-Verleger Roger Köppel nahm in Moskau an der Waldai-Konferenz mit Wladimir Putin teil.
- Er sprach mit Putin über die Schweiz, die Neutralität und die Behandlung von Nestlé in Russland.
- Putin forderte die Schweiz auf, für «echte Neutralität» zu kämpfen.
Nach seinem Auftritt bei Wladimir Putin in Moskau steht «Weltwoche»-Verleger Roger Köppel in der Kritik. Er wird von Kritikern seit Jahren als Putin-Versteher bezeichnet. Sie werfen ihm vor, dem russischen Präsidenten zu wenig kritisch zu begegnen und dessen Politik zu verharmlosen, wie die «Sonntagszeitung» berichtet.
Köppel hatte bei einer Konferenz in Moskau mit Putin gesprochen, Russland für seinen Beitrag zur Schweizer Neutralität gedankt und den Präsidenten um Ratschläge für die Schweiz gebeten. Putin nutzte den Austausch auch für Kritik an den Schweizer Sanktionen gegen Russland.
Köppel weist die Vorwürfe zurück
Viktor Giacobbo fragte auf X, weshalb Köppel Putin nicht auf verhaftete Journalisten und die unterdrückte Opposition angesprochen habe.
Der frühere SVP-Nationalrat weist die Vorwürfe zurück. Gerade im Krieg müsse man sich möglichst unvoreingenommen alle Seiten anhören, sagt Köppel. Er habe sich auch schon kritisch über Putins Politik geäussert. «Verstehen und Verzeihen sind zweierlei», erklärt er. Möglichst viel Verständnis für etwas aufzubringen, bedeute nicht, dass er es gutheisse oder für richtig halte.
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Daniela Wyler (wy) arbeitet seit 2023 für 20 Minuten im Newsdesk als Nachtschicht vom Ausland aus.
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