Büsi Chica stiehlt im Schaufenster allen die Show

Darum gehts
- Im Schaufenster des Bayard-Ladens in Zermatt zieht die Katze Chica die Blicke auf sich.
- Sie gehört der 79-jährigen Mutter von Ladeninhaberin Patricia. Aufdenblatten-Bayard und lebt seit vier bis fünf Jahren im Geschäft.
- Laut Aufdenblatten-Bayard bringt Chica zwar keinen Mehrumsatz, aber viele Familien kämen extra in den Laden, um die Katze zu sehen.
Vor dem Schaufenster des Bayard-Ladens in Zermatt tummeln sich zahlreiche Touristen. Grund dafür sind jedoch nicht die ausgestellten Kleider, sondern eine Katze. Sie liegt entspannt in einem grauen, flauschigen Körbchen. Nur ihr sich hebender und senkender Bauch verrät: Die Katze ist echt.
«Sie bewegt sich», sagt Ruby (26). Die Australierin war bereits 2022 erstmals in Zermatt und entdeckte die Katze bereits damals im Schaufenster. «Jetzt bin ich wieder da – und sie ist immer noch da», freut sie sich.
«Um Katze zu streicheln, würde ich den Laden betreten»
«Die Katze ist süss und chillig drauf», sagt Catia (19). Sie arbeitet in Zermatt und läuft jeden Mittag am Laden vorbei. «Das Büsi geniesst die Aufmerksamkeit der Passanten und mich muntert es jeden Mittag aufs Neue auf.»
Die Freundinnen Anna (27) und Leonie (30) sind überrascht: «Es ist unerwartet, dass in einem so teuren Laden eine Katze im Schaufenster sitzt.» Die Kleiderpreise lägen nicht in ihrem Budget. «Aber nur, um die Katze zu streicheln, würde ich den Laden betreten – und danach wieder hinausgehen.» Sie sehen darin eine gelungene Marketingidee.
So landete die Katze im Schaufenster
Die Katze trägt den Namen Chica, wie Patricia Aufdenblatten-Bayard auf Anfrage schreibt. «Sie gehört meiner 79-jährigen Mutter.» Dank der diversen Katzentüren im Geschäft kann sich das Büsi jederzeit frei bewegen.
Die Katze gehörte früher einem Angestellten eines Hotels in der Nähe. «Sie war immer in den Geschäften und Hotels der Bahnhofstrasse unterwegs, oftmals auch bei uns.» Eines Tages sei der Angestellte zu ihnen ins Geschäft gekommen und habe gesagt, dass er Zermatt verlasse, und gefragt, ob sie die Katze aufnehmen können. «Dies ist bestimmt schon vier bis fünf Jahre her», so Aufdenblatten-Bayard.
«Ich denke nicht, dass wir wegen Chica mehr Umsatz machen», sagt sie. Es kämen jedoch immer wieder Familien mit Kindern hinein, nur um die Katze zu sehen. «Das ist für uns auch völlig okay.»
Würdest du einen Laden nur wegen einer Katze im Schaufenster betreten?
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Fabienne Gnos (fgn), Jahrgang 2002, arbeitet seit Februar 2026 bei 20 Minuten. Sie ist Praktikantin im Ressort Bern.
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