Falls keiner antwortet, hilft der «digitale Schnuller»

- Die Chat-Beratung der Dargebotenen Hand kann nur rund ein Drittel der Anfragen beantworten.
- Ein KI-Bot soll künftig einspringen, wenn keine Beratungsperson verfügbar ist.
- Psychologin Marisa Tschopp begrüsst den Einsatz grundsätzlich und spricht von einem «digitalen Schnuller».
Die Chat-Beratung der Dargebotenen Hand erhält so viele Anfragen, dass sie nur rund ein Drittel beantworten kann. Nun soll ein KI-Bot einspringen, wenn keine Beratungsperson verfügbar ist, wie die «NZZ» berichtet.
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Die Technologie stammt aus Finnland und wird dort bereits auf einer Beratungsplattform für Jugendliche eingesetzt. Die Schweiz ist erst das zweite europäische Land, das mit dem System Erfahrungen sammelt. Für die Dargebotene Hand wurde der Bot so angepasst, dass er auch Erwachsene anspricht.
Bot kann als «digitaler Schnuller» dienen
Dabei soll der Bot bewusst auf Distanz bleiben. So will die Organisation verhindern, dass Ratsuchende eine problematische Abhängigkeit von der KI entwickeln.
Würdest du bei einer Krisenberatung zuerst mit einem KI-Bot chatten?
Psychologin Marisa Tschopp von der ZHAW begrüsst den Einsatz grundsätzlich. Es gebe zu viele Menschen mit Problemen und zu wenige, die helfen könnten, sagt sie der «NZZ am Sonntag». Ein Bot könne Betroffene in manchen Fällen zunächst beruhigen – wie ein «digitaler Schnuller».
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Hast du oder hat jemand, den du kennst, eine Depression?
Hier findest du Hilfe:
Kinderseele Schweiz, Beratung für psychisch belastete Eltern und ihre Angehörigen
VASK, regionale Vereine für Angehörige
Psyfinder, qualifizierte Fachpersonen in deiner Nähe
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Daniela Wyler (wy) arbeitet seit 2023 für 20 Minuten im Newsdesk als Nachtschicht vom Ausland aus.
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