Ex-Hollywood-Produzent Harvey Weinstein erneut verurteilt
Ex-Hollywood-Produzent Weinstein erneut wegen Sexualverbrechen verurteilt
Stand: 23.09.2026 • 20:27 Uhr
Die Enthüllungen über die Übergriffe von Hollywood-Produzent Weinstein lösten vor fast zehn Jahren die weltweite MeToo-Bewegung aus. Nun ist der 74-Jährige erneut wegen Sexualdelikten zu einer langen Haft verurteilt worden.
Der ehemalige US-Filmproduzent Harvey Weinstein ist erneut wegen eines Sexualverbrechens zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft in New York mit. Das Urteil blieb unter der Forderung der Staatsanwaltschaft nach 20 Jahren Haft.
Der 74-jährige Weinstein war im vergangenen Jahr erneut schuldig gesprochen worden, im Jahr 2006 in seiner Wohnung in Manhattan einen sexuellen Übergriff auf seine frühere Fernsehproduktionsassistentin begangen zu haben. Er sitzt bereits im Gefängnis.
Bereits in Los Angeles verurteilt
Weinstein war ursprünglich 2020 in New York wegen des Übergriffs auf seine Assistentin und der Vergewaltigung einer angehenden Schauspielerin zu 23 Jahren Haft verurteilt worden. Der Schuldspruch war 2024 allerdings aufgrund von Verfahrensfehlern überraschend wieder kassiert worden. Im neuen Prozess wurde Weinstein im Fall seiner Assistentin nun erneut schuldig gesprochen.
2022 waren gegen Weinstein in Los Angeles in einem separaten Strafverfahren bereits 16 Jahre Gefängnis verhängt worden. Auch dieses Urteil hatte Weinstein angefochten. Im Juni lehnte ein Berufungsgericht jedoch ab, den früheren Schuldspruch aufzuheben. Bei dem Prozess war Weinstein unter anderem wegen Vergewaltigung schuldig gesprochen worden.
Weinstein wies Vorwürfe stets zurück
Weinstein hatte vor Gericht bisher stets alle Vorwürfe zurückgewiesen.
Weinstein war über Jahrzehnte einer der mächtigsten Hollywood-Produzenten. 2017 machten Enthüllungen der New York Times und des Magazins New Yorker dann schwerwiegende Vorwürfe gegen ihn öffentlich. Mehr als 80 Frauen warfen Weinstein Belästigung, sexuelle Übergriffe oder Vergewaltigung vor. Die Veröffentlichungen lösten die weltweite MeToo-Bewegung aus, die sich gegen sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch stemmt.
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