Kein Machtkampf mit Infantino: Ceferin will Uefa-Wiederwahl

- Aleksander Ceferin kandidiert erneut für das Amt des Uefa-Präsidenten und will sich im April zur Wiederwahl stellen.
- Mit seiner Kandidatur scheidet der Slowene als möglicher Gegenkandidat von Fifa-Präsident Gianni Infantino aus.
- Ceferin gilt als einer der heftigsten Kritiker Infantinos und warf dessen Führung vor, Mitspracherechte zu übergehen.
Aleksander Ceferin strebt eine weitere Amtszeit als Präsident der Europäischen Fussball-Union Uefa an und stellt sich im kommenden April zur Wiederwahl. Der Slowene kündigte seine Kandidatur nach dpa-Informationen bei einem Treffen in Berlin an und scheidet damit als möglicher Gegenkandidat von Gianni Infantino für das Amt des Fifa-Präsidenten aus.
Wahlen im April 2027
Die Wahl für vier weitere Jahre findet beim Uefa-Kongress am 22. April im kasachischen Astana statt. Einen Gegenkandidaten gibt es bislang nicht, ein solcher wäre zum derzeitigen Zeitpunkt auch chancenlos im Kampf gegen den angesehenen Ceferin, der seit September 2016 im Amt ist.
Eine der dringlichsten Aufgaben für den UEFA-Präsidenten bleibt, die Opposition gegen Infantino im Machtkampf um die Zukunft des Weltverbands zu orchestrieren. Vor allem aus Europa haben Verbände dem FIFA-Chef das Vertrauen entzogen.
Erbitterter Gegner von Infantino
Ceferin gilt mittlerweile als einer der heftigsten Kritiker von Infantino. Am 29. September 2026 griff er etwa Infantinos inzwischen aufgegebenen Plan an, private Investoren an den kommerziellen FIFA-Rechten zu beteiligen. Dabei erklärte er sinngemäss, jetzt müsse man «genug» sagen, und warf der Führung vor, Mitspracherechte zu übergehen und Regeln nach Bedarf auszulegen.
Benedikt Hollenstein (bho) ist seit 2021 bei 20 Minuten. Er schreibt für den Newsdesk und übernimmt dort auch Tagesleitungsschichten.
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