Papst Leo XIV. wegen Lungenkrebs operiert - News kompakt: Das Wichtigste kurz gefasst
Bei Papst Leo XIV. ist Lungenkrebs diagnostiziert worden. Der 71-Jährige wurde in der Gemelli-Klinik in Rom operiert. Dabei entfernten Ärzte den unteren Lappen seiner rechten Lunge, in dem zuvor ein Knoten entdeckt worden war. Bei der Untersuchung wurde ein bösartiger Tumor entdeckt. Nach Angaben der Ärzte verlief der dreistündige Eingriff erfolgreich und ohne Komplikationen.
Der Papst soll sich nun etwa eine Woche im Krankenhaus erholen. Ob weitere Behandlungen nötig sind, ist noch unklar. Alle Audienzen bis Mitte kommender Woche wurden abgesagt. Offen ist auch, ob Leo seine für November geplante Südamerika-Reise antreten kann.
Selenskyj beklagt fehlende Warnung vor russischem Raketenangriff
Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kyjiw ist nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Heizkraftwerk getroffen worden. Zudem wurde ein Wohnhaus beschädigt. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge kamen mindestens zwei Menschen ums Leben, 20 weitere wurden verletzt. Selenskyj kritisierte, die westlichen Verbündeten hätten die Ukraine nicht vor dem Angriff gewarnt. Die eigenen Systeme hätten die Raketen erst kurz vor Kyjiw erfasst.

Russland greift seit Wochen verstärkt die ukrainische Energieversorgung an. US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag eine angebliche Vereinbarung zur Einstellung gegenseitiger Angriffe auf Energieanlagen verkündet. Moskau bestätigte dies nicht.
US-Regierung trennt sich von Botschafterin in Athen
Die Botschafterin der USA in Griechenland hat nach Berichten über mutmaßliche Bestechlichkeit ihren Posten aufgegeben. Kimberly Guilfoyle sei gebeten worden, zurückzutreten, sagte die neue Sprecherin des Weißen Hauses, Katie Zacharia. Nähere Angaben zur Personalie machte sie nicht. Guilfoyle selbst erklärte, sie werde sich "energisch" gegen falsche Anschuldigungen verteidigen.

Die Zeitung "Wall Street Journal" hatte zuvor Nachrichten veröffentlicht, die belegen sollen, dass Guilfoyle einen langjährigen Unterstützer von US-Präsident Donald Trump um eine Überweisung gebeten habe. Dabei sei es um einen Betrag von 100.000 Dollar - umgerechnet rund 89.000 Euro - gegangen, schrieb das Blatt. Der Mann wiederum habe sich von der Botschafterin Unterstützung erhofft, um die Aufmerksamkeit der Regierung auf persönliche steuerliche Angelegenheiten zu lenken. Guilfoyle war bis 2024 mit Trumps ältestem Sohn, Donald Jr., verlobt.
Mehr als 9000 Ebola-Fälle im Kongo
Die Zahl der registrierten Ebola-Fälle in der Demokratischen Republik Kongo ist auf mehr als 9000 gestiegen. Nach Regierungsangaben starben seit Mai fast 4400 Menschen an der Erkrankung. Der Ausbruch geht auf den Bundibugyo-Stamm des Virus zurück, für den es keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Auch andere Länder sind in Mitleidenschaft gezogen. So bestätigte Kenia in der vergangenen Woche seinen ersten eingeschleppten Fall; der Patient ist inzwischen gestorben.

Nach Angaben der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC handelt es sich um den Ebola-Ausbruch mit dem bisher schnellsten Anstieg bei der Zahl der Erkrankten. Selbst bei dem Ausbruch in Westafrika zwischen 2014 und 2016, dem mehr als 11.000 Menschen zum Opfer fielen, habe sich das Virus nicht so schnell verbreitet wie dieses Mal, teilte die CDC Anfang Oktober mit.
Taliban stoppen BBC-Hörfunk in Afghanistan
Die radikalislamischen Taliban haben die Übertragung der analogen Radiosendungen des britischen Senders BBC in Afghanistan eingestellt. Das teilte die Rundfunkanstalt mit Hauptsitz in London mit. Derzeit werde mit den Behörden an einer Lösung gearbeitet. Millionen Menschen in dem Land seien auf die Nachrichten und Informationen des Senders angewiesen, erklärte die BBC. Ein Sprecher des Informationsministeriums der Taliban-Regierung sagte, die über UKW übertragenen Sendungen seien wegen wiederholter Verstöße vorerst gestoppt worden. Um welche Verfehlungen es sich handeln soll, erläuterte er nicht.
Die Taliban haben seit ihrer neuerlichen Machtübernahme vor fünf Jahren die Pressefreiheit und die Rechte von Frauen und Mädchen massiv beschnitten. Die Regierung der Islamisten wird bisher nur von Russland offiziell anerkannt. Deutschland arbeitet mit Taliban-Vertretern bei Abschiebungen nach Afghanistan zusammen.
OpenAI-Mitarbeiter wegen Spionageverdachts festgenommen
Ein Mitarbeiter des ChatGPT-Entwicklers OpenAI soll ein Abhörgerät in einem Konferenzraum des Unternehmens in San Francisco platziert haben. Der 35-jährige Saudi-Araber wurde nach Angaben von OpenAI und dem US-Justizministerium festgenommen. Das Gerät war in der USB-Buchse eines Fernsehers versteckt. In dem Raum werden häufig Geschäftsgeheimnisse besprochen.

Sicherheitskameras sollen den Verdächtigen in der Nähe des Raums gefilmt haben, zu dem er keinen Zutritt hatte. Zudem fanden Ermittler Hinweise auf Recherchen zu Abhörgeräten über einen Chatbot-Account seiner Ehefrau. Das FBI ermittelt. Dem Mann drohen bis zu fünf Jahre Haft.
pgr/jj/gri (dpa, afp, ap, kna, rtr, BBC)
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