«Bedauerlich»: Erling Haaland verklagt norwegische Airline

- Norwegian muss sich vor Gericht verantworten, weil die Airline Haalands Erscheinungsbild ohne Zustimmung für die Vermarktung von Flugtickets nutzte.
- Haaland zieht gemeinsam mit seinem britischen Unternehmen York Promotions gegen die Fluggesellschaft vor.
- Norwegian bezeichnet den Rechtsstreit als «bedauerlich» und hofft auf eine Lösung im Dialog.
Erling Haaland zieht gegen die norwegische Fluggesellschaft Norwegian vor Gericht. Während der WM soll diese ohne seine Zustimmung die unverkennbare Haarpracht des Stürmers für ihre Werbung genutzt haben. Was als spontaner WM-Gag gedacht war, beschäftigt nun die Justiz.
Welche Werbung Haaland konkret zum Gang vor Gericht bewegt hat, ist bislang nicht offiziell bekannt. Ein inzwischen gelöschter Post auf Instagram fällt aber besonders auf: Während der WM veröffentlichte Norwegian das Bild eines Flugzeugs, dem Haalands berühmte blonde Mähne samt Pferdeschwanz verpasst wurde. Dazu schrieb die Airline: «We’ve never looked more Norwegian.» Auch weitere Posts mit Bezug zum Stürmer sollen mittlerweile verschwunden sein.
Anwalt bestätigt die Klage
Bei Haaland kam der WM-Humor offenbar weniger gut an. Gemeinsam mit seinem britischen Unternehmen York Promotions geht der 26-Jährige nun juristisch gegen die Airline vor. Sein Anwalt Thomas Hagen bestätigt die Klage und spricht von einer «rechtswidrigen Nutzung von Haalands charakteristischen Merkmalen» bei der Vermarktung von Flugtickets während der WM. Was Haaland konkret fordert, ist noch nicht bekannt. Am 9. Oktober kommen beide Seiten zunächst zu einem digitalen Planungsgespräch vor dem Bezirksgericht Oslo zusammen.
Norwegian reagiert mit Unverständnis. Wie fast ganz Norwegen habe man während der WM die eigene Nationalmannschaft unterstützt. Dabei seien auch spontane Beiträge entstanden, die aktuelle Trends in den sozialen Medien aufgriffen. Dass daraus nun ein Rechtsstreit geworden ist, bezeichnet die Airline als «bedauerlich» – und hofft weiterhin auf eine Lösung im Dialog. Aus dem gemeinsamen WM-Fieber ist damit jedenfalls ein ziemlich frostiger Streit geworden.
Céline Eicher (eic), Jahrgang 1996, arbeitet seit 2026 für 20 Minuten. Sie ist Praktikantin im Ressort Sport.
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