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Friday, September 18, 2026

Trotz Dementi der ÖV-Branche: Plötzlich wird die Bargeld-Alternative stark vorangetrieben

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Trotz Dementi der ÖV-Branche

Plötzlich wird die Bargeld-Alternative stark vorangetrieben

Die ÖV-Branche betonte eben noch, sie wolle Bargeld an den Automaten nicht rasch abschaffen. Jetzt treibt sie aber den Verkauf der Prepaid-Karten massiv voran. Diese sollen bald an Kiosken oder Bahnhofshops erhältlich sein.

Publiziert: vor 14 Minuten

Aktualisiert: vor 6 Minuten

Darum gehts

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  • Ab 2027 sollen ÖV-Prepaid-Karten in Läden oder Kiosken aufgeladen werden können
  • Prepaid-Karten ermöglichen anonymen Billettkauf und sind auch für Kinder geeignet
  • Hunderte Billettautomaten derzeit ohne Bargeldfunktion wegen Vandalismus; Papierbillett auf dem Rückmarsch
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Lucien FluriCo-Ressortleiter Politik

Jetzt machen die ÖV-Betreiber rasant vorwärts beim Zurückdrängen des Bargelds in Bus und Bahn: Die Branchenorganisation Alliance Swisspass sucht Läden oder Kioske, bei denen man künftig Prepaid-Karten für den öffentlichen Verkehr aufladen kann. Das zeigen Dokumente, die Blick vorliegen. Die Prepaid-Karten ermöglichen den anonymen Billettkauf. «Ideal für Personen ohne Kredit- oder Debitkarte oder für Kinder und Jugendliche», schreiben die SBB.

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Gesucht werden Läden, die ab April 2027 in ihren Filialen die Möglichkeit zum Aufladen von Prepaid-Karten bieten werden. Man wolle die Akzeptanz der Prepaid-Karten «künftig schweizweit» ausbauen, heisst es. Infrage kommen dürften etwa Kioskketten oder Migrolino- und Coop-Pronto-Filialen, die oft an den Bahnhöfen vertreten sind. Die Allianz schreibt ausdrücklich, dass in diesen Geschäften «die Ladung mit Bargeld möglich sein» muss. 

Im Dezember 2025 hatte die Allianz angekündigt, dass sie eine wiederaufladbare Bezahlkarte für den öffentlichen Verkehr einführt. Bisher war diese online aufladbar oder an den Verkaufsstellen der teilnehmenden Transportnetze. Die Prepaid-Karte ist nicht personalisiert und damit anonym – im Gegensatz zur Bezahlung mit Swisspass.

Eben noch gab es Dementis

Eine gewisse Brisanz hat der Vorgang dennoch. Denn eben erst dementierte die Allianz noch heftig, dass man demnächst Münz, Nötli und Papierbillette aus Schweizer Zügen, Bussen und Trams verschwinden lassen und durch Prepaid-Angebote ersetzen will. Dies hatte der «K-Tipp» Anfang September mit Bezug auf interne Protokolle des Branchenverbands berichtet. Bereits 2027 sollen laut dem Bericht in Basel und der Zentralschweiz Hunderte Billettautomaten durch neue Geräte ersetzt werden, die kein Papier mehr ausdrucken, sondern Tickets direkt auf den Swisspass oder eine aufladbare Prepaid-Karte laden. 

Zu Blick sagte Mediensprecher Philipp Bosshard erst vor wenigen Tagen: «Die ÖV-Branche hat keinen Beschluss gefasst, wonach innert zwei bis drei Jahren schweizweit bestimmte Automaten eingeführt werden müssen.» Keine zwei Wochen später liegen jetzt aber die detaillierten Ausschreibungsunterlagen vor, um erste Schritte in diese Richtung zu machen und die Prepaid-Karte stärker zu forcieren. 

Eben erst ist zudem bekannt geworden, dass Hunderte Automaten vorübergehend kein Bargeld mehr annehmen. Der Grund: Vandalismus! Sie waren aufgebrochen worden. 

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