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Tuesday, October 20, 2026

27-Jähriger stirbt nach Konzert: Das sagt die Band Krawallbrüder

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  • Nach dem Tod eines 27-Jährigen in Tuggen äussert sich die Punkband Krawallbrüder in einem Statement.
  • Die Band erklärt, von der Afterparty, an der es zur tödlichen Schlägerei kam, nichts gewusst zu haben.
  • Die Kantonspolizei Schwyz hat einen 42-jährigen Schweizer festgenommen, die Ermittlungen laufen.

Nach dem tödlichen Streit im Anschluss an ein Konzert in Tuggen hat sich die Band Krawallbrüder mit einem ausführlichen Statement zu Wort gemeldet. Die deutsche Punkband war am Wochenende in der Gemeinde im Kanton Schwyz aufgetreten.

In ihrer Stellungnahme unterscheidet die Band klar zwischen zwei Vorfällen: zwischen Störungen während des Konzerts und der späteren Auseinandersetzung an einer Aftershowparty, bei der ein 27-jähriger Mann ums Leben kam.

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Band meldete Gäste mit «Blood & Honour»-Shirts der Security

Nach Angaben der Band seien während des Konzerts vier Besucher aufgefallen, die unter anderem Shirts mit der Aufschrift «Blood & Honour Zürich» getragen hätten. Die rechtsextreme Organisation «Blood & Honour» ist international der Neonazi-Szene zuzuordnen.

Die Band hat die Security auf die Personen aufmerksam gemacht und verlangt, dass sie die Halle verlassen müssten. Dem sei zunächst Folge geleistet worden.

Später seien dieselben Personen jedoch wieder im Konzertsaal aufgetaucht. Laut der Band kam es in der Folge zu «aggressiven Handlungen und politischen Äusserungen» gegenüber anderen Konzertbesuchern. Die Security hat erneut eingegriffen und die betreffenden Personen hinausbegleitet.

Wie die Gäste nach dem ersten Ausschluss wieder in die Halle gelangen konnten, sei bislang unklar.

Posting entstand vor Bekanntwerden des Todesfalls

Bereits kurz nach dem Konzert hatten die Krawallbrüder in den sozialen Medien geschrieben, die «Störenfriede aus dem rechten Lager» seien «umgehend und fachgerecht entsorgt» worden.

Nun stellt die Band klar, dass sich diese Aussage ausschliesslich auf die Vorfälle während des Konzerts bezogen habe. Das Posting sei veröffentlicht worden, bevor die Musiker vom späteren tödlichen Zwischenfall erfahren hätten.

Klare Distanzierung

Die Krawallbrüder betonen zudem, dass beim Einlass Personenkontrollen durchgeführt worden seien. Auch von der Bühne aus hat sich die Band klar gegen Besucher aus dem rechtsextremen Umfeld ausgesprochen.

«Die Band Krawallbrüder distanziert sich nach wie vor von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und neonazistischen Ideologien, ebenso wie von allen anderen politischen und religiösen Extremen», schreibt die Gruppe. Personen aus entsprechenden extremistischen Szenen seien auf ihren Konzerten nicht willkommen.

42-Jähriger festgenommen

Zur tödlichen Auseinandersetzung kam es nicht während des Konzerts selbst, sondern später bei einer Afterparty in einem separaten Clubbereich des Eventareals.

So soll dort ein DJ auf Wunsch eines Gastes ein Lied einer rechtsextremen deutschen Band gespielt haben. Daraufhin sollen einzelne Besucher den Hitlergruss gezeigt haben. Andere Gäste hätten interveniert. In der anschliessenden Auseinandersetzung wurde ein 27-jähriger Mann so schwer verletzt, dass er später im Spital starb.

Die genauen Hintergründe und der Ablauf sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Kantonspolizei Schwyz nahm einen 42-jährigen Schweizer fest.

Band: Aftershowparty war uns nicht bekannt

Die Krawallbrüder erklären nun, von der Aftershowveranstaltung im Vorfeld nichts gewusst zu haben. Nachdem das Konzert beendet und die Veranstaltungshalle geräumt und verschlossen worden sei, habe in einem separaten Club eine Party mit DJ stattgefunden. «Diese wurde uns zu keinem Zeitpunkt kommuniziert», schreibt die Band.

Zum Zeitpunkt der späteren Auseinandersetzung seien weder Mitglieder der Krawallbrüder noch deren Technikcrew oder die beiden Supportbands vor Ort gewesen.

«In Gedanken bei der Familie und den Freunden»

Die Band schliesst ihre Stellungnahme mit Worten an die Hinterbliebenen des Verstorbenen: «Wir sind in Gedanken bei der Familie und den Freunden des Verstorbenen.»

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

Jeremias Büchel (jeb) arbeitet seit 2015 im Ressort Ostschweiz in St. Gallen und ist seit 2026 als Korrespondent tätig.

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