Reaktion auf vergiftetes Angebot: Selenskyj antwortet russischem Reporter mit Sarkasmus und Schimpfwort

Reaktion auf vergiftetes AngebotSelenskyj antwortet russischem Reporter mit Sarkasmus und Schimpfwort
24.09.2026, 13:52 Uhr
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Ein Treffen mit Russlands Machthaber Putin in Moskau lehnt der ukrainische Präsident Selenskyj aus naheliegenden Gründen ab. Als ein russischer Reporter ihn in den USA nach seinen Reiseplänen fragt, zeigt der frühere Unterhaltungskünstler sein komödiantisches Talent. Für Aufsehen sorgt aber vor allem etwas anderes.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat auf Russlands Vorschlag eines Treffens mit Kremlchef Wladimir Putin in Moskau mit Sarkasmus und einem Fluch reagiert. Auf die wiederholte Frage eines Reporters des russischen Staatsfernsehens, wann er denn nach Moskau komme, antwortete der frühere Komiker und Schauspieler hörbar genervt: "Auf einer Rakete, verdammt!".
Ukrainische und russische Medien teilten den Clip von Selenskyjs Besuch in New York vielfach in den sozialen Netzwerken. Vor allem das kaum hörbare russische Schimpfwort "bljad" - freundlich mit "verdammt" übersetzt - sorgte für Aufsehen in den Medien beider Länder. In Russland wird das Wort zensiert.
Der russische Reporter Valentin Bogdanow veröffentlichte das Video mit Selenskyjs Reaktion selbst unter anderem in seinem Telegram-Kanal. Dazu postete er ein offenkundig mit künstlicher Intelligenz generiertes Foto von Selenskyj in einer Kinderspielplatz-Rakete.
Moskau spottet über Selenskyj
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, die als Teil der Moskauer Delegation an der UN-Generalversammlung in New York teilnimmt, machte sich lustig über Selenskyj, der wohl Angst habe, das ihn ein tödliches Schicksal ereile. Sie verwies auch auf das von Selenskyj benutzte russische Schimpfwort, das allen vor Augen führe, wer Selenskyj wirklich sei.
Der ukrainische Präsident hatte sich am Rande der UN-Generalversammlung in New York auch mit US-Präsident Donald Trump getroffen, um über eine Lösung in dem seit mehr als viereinhalb Jahren dauernden russischen Angriffskrieg zu sprechen. Ergebnisse gibt es nach derzeitigem Stand keine.
Selenskyj betont immer wieder, dass er sich mit Putin treffen wolle, um über eine Lösung in dem Konflikt zu sprechen. Der Kremlchef zeigt sich zwar ausdrücklich bereit dazu, betont aber, dass er zu einem Treffen nur in Moskau bereit sei. Selenskyj lehnt das ab - abgesehen von der Sorge um seine Sicherheit will er auch den Eindruck vermeiden, dass Kiew vor Moskau kapituliere.
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