Wurde Lisa T. (13) Opfer eines Verbrechens?

- In Berlin fehlt von der 13-jährigen Lisa T. seit mehreren Tagen jede Spur.
- Mordkommissionen ermitteln wegen des Verdachts auf ein Kapitalverbrechen.
- Am Samstag suchten rund 220 Einsatzkräfte in Marzahn-Hellersdorf, über 110 Hinweise gingen ein.
Im Fall einer seit mehreren Tagen vermissten 13-Jährigen in Berlin gibt es weiterhin keine Spur. «Die Suche dauert an», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Sonntag. Das Mädchen wird seit Dienstagmorgen vermisst. Sie verliess das Haus, um zur Schule zu fahren, kam dort aber nicht an. Mordkommissionen des Landeskriminalamts und die Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des Verdachts eines Kapitalverbrechens.
Die Ermittlungsbehörden gehen demnach davon aus, dass sich die 13-jährige Lisa «nicht freiwillig» aus ihrem häuslichen Umfeld entfernte. Die Ermittlungen ergaben demnach bislang keine Hinweise darauf, dass sich das Mädchen ihrem sozialen und familiären Umfeld entziehen wollte.
Mantrailerhunde im Einsatz
Gemäss der «Bild» verliess Lisa ihr Wohnhaus am Dienstag um 7.17 Uhr. Bis zur Haltestelle Barnimplatz, an der der Bus 197 zur Schule hält, sind es knapp fünf Minuten. Die Schülerin chattete noch mit einer Freundin, doch plötzlich riss der Kontakt ab. «Sie hat gar nicht mehr geantwortet», sagt Lisas 17-jährige Schwester Linda. «Ihre Freundin konnte sie nicht mehr erreichen.»
Die Suche sollte am Sonntag mit rund 140 Einsatzkräften fortgesetzt werden, wie eine Polizeisprecherin sagte. Zuvor waren am Samstag rund 220 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte an der Suche im Wohnumfeld der Schülerin im Stadtteil Marzahn-Hellersdorf beteiligt. Unterstützt wurden sie von speziell trainierten Mantrailerhunden und einem Polizeihubschrauber. Auch am Sonntag lag der Fokus der Sprecherin zufolge weiterhin auf dem Wohnumfeld sowie der Umgebung eines Einkaufszentrums einschliesslich Grünanlagen.
Über 100 Hinweise erhalten
Die Berliner Polizei schaltete ein Hinweistelefon und bat um Informationen, die zum Aufenthaltsort von Lisa oder zur Aufklärung der Umstände ihres Verschwindens beitragen könnten. Die Polizei veröffentlichte ein Foto der Vermissten und bat mögliche Zeuginnen und Zeugen darum, sich beim Berliner Landeskriminalamt zu melden. Bis Sonntagvormittag waren nach Polizeiangaben mehr als 110 Hinweise eingegangen.
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Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.
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