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Monday, September 28, 2026

Drei Goldmedaillen für die Schweiz am ersten Euro Rapid Surf

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  • Die Schweiz hat an der ersten Europameisterschaft im Rapid Surfen in Ebikon LU drei Goldmedaillen gewonnen.
  • Eva Weiss (Open Women) und Anna Lemann (Master Women) sowie Fabian Villarroel (Master Men) holten die Schweizer Titel.
  • Im Nationenranking belegt die Schweiz hinter Deutschland den zweiten Platz – zehnmal standen Schweizer Athletinnen und Athleten in den Top 4.

78 Athletinnen und Athleten aus acht Nationen kamen vergangene Woche in Ebikon im Kanton Luzern für das erste Euro Rapid Surf 2026 zusammen. An der ersten offiziellen Europameisterschaft im Rapid Surfen – dem Surfen auf einer stehenden Welle – zeigten Schweizer Surfer und Surferinnen ihr Können und staubten mehrere Medaillen ab, wie die Organisatoren schreiben.

Beim Rapid Surfen zeigen die Athletinnen und Athleten Tricks, die schnell aufeinander folgen. Die Sportart verbindet zudem Elemente aus dem Skaten und Snowboarden mit klassischem Wellenreiten.

Beim Rapid Surfen zeigen die Athletinnen und Athleten Tricks, die schnell aufeinander folgen. Die Sportart verbindet zudem Elemente aus dem Skaten und Snowboarden mit klassischem Wellenreiten.Ondrej Kolacek

Für die Meisterschaften wurde die Indoor-Surfhalle Oana in Ebikon vom 23. bis 26. September zur Bühne für Europas beste Rapid-Surferinnen und -Surfer. Von Donnerstag bis Samstag kämpften sie auf dem Wasser um den Einzug in die nächste Runde. «Als es am Samstag dann ernst wurde, war die Spannung am Zenit angelangt», so die Organisatoren Swiss Surfing, die den Sportanlass im Auftrag der European Surfing Federation (ESF) auf die Beine stellten.

Eva Weiss holt den Sieg für die Schweiz

Die Schweiz war als Gastgeberland mit 20 Athletinnen und Athleten vertreten. Gleich drei Schweizerinnen und Schweizer durften sich nach der Finalrunde als frisch gebackene Europameisterinnen und Europameister in der noch relativ jungen Sportart feiern. Neben ihnen nahmen Surferinnen und Surfer aus Österreich, Frankreich, Norwegen, Deutschland, Tschechien, Litauen und Lettland am Wettkampf teil.

In der Kategorie «Open Women» setzte sich die Schweizerin Eva Weiss durch und «schrieb damit Geschichte als erste Europameisterin im Rapid Surfen», so die Organisatoren.

«Ich bin sprachlos. Das war ein grosses Ziel für mich, und ich bin einfach nur glücklich, es erreicht zu haben.»

Eva Weiss, Europameisterin Rapid Surf 2026

«Bestes Gefühl der Welt»

Bei den Männern holte sich Lennard Weinhold aus Deutschland in der Kategorie «Open Men» den Europameistertitel. «Das ist einfach das beste Gefühl der Welt, das kann ich gar nicht in Worte fassen», sagte der deutsche Surfer direkt nach seinem Sieg.

Auch in den vier weiteren Kategorien wurden am Samstag die ersten Europameisterinnen und Europameister gekürt. Bei den Junior Girls (U18) setzte sich die Österreicherin Gretchen Steiner durch, und bei den Junior Boys (U18) gewann der Deutsche Yves Viala. Die jüngste Teilnehmerin mit Jahrgang 2014 stammt aus Österreich.

Den Titel bei den Master Women holte sich die Schweizerin Anna Lemann, während bei den Master Men der Schweizer Fabian Villarroel ganz oben auf dem Podest stand.

Schweiz zehnmal in Top 4

Gemäss Organisatoren haben die Schweizerinnen und Schweizer über alle Kategorien hinweg überzeugt. Insgesamt zehnmal war das weisse Kreuz auf rotem Hintergrund in den Top 4 vertreten. Im Nationenranking nimmt die Schweiz nach Deutschland den zweiten Platz ein.

In diesem Zusammenhang schreiben die Organisatoren: «Für die Schweiz als Gastgeberin der ersten Rapid-Surf-Europameisterschaft ist dies ein starkes Zeichen für die Entwicklung der eigenen Szene.»

Erste Selektionen fanden im März statt

Um am Euro Rapid Surf 2026 teilzunehmen, mussten sich die Surferinnen und Surfer aus der Schweiz vorgängig über verschiedene Wettkämpfe qualifizieren. Erste Selektionen für die Schweizer Delegation fanden im März statt, im August nominierte Swiss Surfing schliesslich das Team für die Europameisterschaften im September.

Der nächste Wettkampf von Swiss Surfing findet vom 5. Oktober bis 10. Oktober in Playa de Somo, im spanischen Kantabrien, statt. Teilnehmen können grundsätzlich alle mit einem Schweizer Pass. In zehn Kategorien werden die jeweils besten Surferinnen und Surfer aus der Schweiz gesucht.

Über die Organisatoren

Swiss Surfing ist der offizielle Surfverband der Schweiz. Er ist als einzige Schweizer Organisation von der International Surfing Association und dem Nationalen Olympischen Komitee anerkannt. Somit ist Swiss Surfing mit den entsprechenden Rechten und Pflichten beauftragt, das Surfen in all seinen Formen in der Schweiz zu verwalten.

Der Verband wurde 1992 als Swiss Surfing Association SSA gegründet. Inzwischen zählt der Verband rund 2500 Mitglieder und aktuell über 15 ehrenamtliche Jahresmitarbeitende.

European Surfing Federation

Die ersten Europameisterschaften im Rapid Surfen führte Swiss Surfing im Auftrag der European Surfing Federation (ESF), dem offiziellen Dachverband des Surfsports in Europa, durch. Die Federation setzt sich dafür ein, die Interessen des Surfens in all seinen Formen in sämtlichen europäischen Ländern zu fördern.

Lisa Arnold

Lisa Arnold (lia) arbeitet seit März 2026 bei 20 Minuten als Praktikantin im Ressort Zürich.

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