"Trump Ocean": US-Präsident scherzt über Umbenennung von Ozeanen

"Trump Ocean"US-Präsident scherzt über Umbenennung von Ozeanen
11.10.2026, 14:37 Uhr
Erst ein Golf, dann ein See, nun gar ein Ozean? US-Präsident Trump scheint seine Reihe von Umbenennungen fortsetzen zu wollen - und macht dabei auch vor dem Atlantik oder Pazifik nicht Halt. Ob er die Idee ernst meint, macht er indes nicht deutlich.
US-Präsident Donald Trump hat die Idee ins Spiel gebracht, weitere Gewässer umzubenennen. Das berichten die "Washington Post" und der "Telegraph". Bei einer Kundgebung im US-Bundesstaat Tennessee sagte Trump demnach: "Wir haben den Golf. Wir haben einen schönen See. Jetzt hat jemand gesagt, man braucht einen Fluss. Wir brauchen einen Fluss. Wir brauchen einen Ozean." Trump spielte damit auf seine Umbenennungen des Golf von Mexiko und des Lake Ontario an.
"Bevor ich aus dem Amt ausscheide, sollten wir meiner Meinung nach einen Ozean haben", so Trump weiter. "Und wir brauchen einen großartigen Fluss." Der US-Präsident überlegte weiter, entweder den Atlantischen oder den Pazifischen Ozean umzubenennen - und scherzte offenbar, der neue Name könnte ihm zu Ehren gewählt werden. "Wir nennen ihn 'Trump Ocean' oder 'Ozean von Amerika', sowas in der Art."
Bereits im vergangenen Jahr hatte Trump den Golf von Mexiko in "Golf von Amerika" umbenannt und damit diplomatische Spannungen mit Mexiko ausgelöst. Auch ein Streit mit der Nachrichtenagentur Associated Press war die Folge, da diese sich weigerte, den neuen Namen zu verwenden. Im August benannte Trump zudem den Lake Ontario, der zwischen dem US-Bundesstaat New York und Kanada liegt, in "Lake America" um. Der Schritt erfolgte inmitten eines Zoll- und Tarifstreits mit der kanadischen Führung.
Trump will auch Bundesstaat umbenennen
Kraft seiner Exekutivgewalt kann der US-Präsident Gewässer und andere geografische Objekte umbenennen. Die Anordnung kann die Regierung in Ottawa jedoch nicht dazu zwingen, den neuen Namen anzuerkennen. Private Unternehmen, darunter Anbieter von Online-Karten, haben Trumps neue Namen hingegen überwiegend übernommen.
Im vergangenen Monat hatte Trump zudem vorgeschlagen, den Bundesstaat New Mexico in "New America" umzubenennen. Dafür wäre vermutlich ein Beschluss des Bundesstaates und des Kongresses nötig. Die Gouverneurin des Bundesstaates wies den Vorschlag umgehend zurück. In der vergangenen Woche erklärte Trump, es läge bei den Menschen in New Mexico, die Änderung vorzunehmen. "Ich werde es nicht vorantreiben, aber vielen Leuten gefällt es sehr", so der US-Präsident in einem Online-Video.
"Vielleicht ändern wir sie beide"
"Wenn man darüber nachdenkt, haben wir also einen Golf und wir haben einen See", so Trump bei der Kundgebung am Samstag. "Jetzt brauchen wir nur noch einen Ozean. Vielleicht müssen wir also den Namen des Atlantiks oder des Pazifiks ändern. Vielleicht ändern wir sie beide", zitierte der "Telegraph" den US-Präsidenten.
Auch über die Änderung des Namens eines Flusses soll Trump bei der Kundgebung demnach laut nachgedacht haben. Er schloss dafür aber zunächst mögliche Kandidaten wie den nach dem Entdecker Henry Hudson benannten Hudson River aus. Dieser habe vor langer Zeit "gute Arbeit geleistet, dieses Ding aufzubauen", so Trump. Auch der Mississipi River solle seinen Namen behalten. Er habe wegen seiner Wahlergebnisse eine besondere Zuneigung zu dem namensgebenden Bundesstaat, so der US-Präsident.
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