Abonnentendaten von Schweizer Online-Magazin gestohlen

Darum gehts
- Unbekannte haben beim Schweizer Online-Magazin Republik Daten von Abonnentinnen und Abonnenten gestohlen.
- Kreditkarteninformationen sind laut dem Magazin nicht betroffen.
- Die Sicherheitslücke war seit dem 6. August bekannt, die Republik reagierte aber zu spät.
Dem Schweizer Online-Magazin Republik wurden Abonnentendaten gestohlen. Allerdings keine Kreditkarteninformationen, wie das Magazin betont.
Unbekannte haben über eine Sicherheitslücke Daten aus der Datenbank des Magazins abgerufen, «darunter die Benutzerdaten unserer Verlegerinnen und Verleger, auch von ehemaligen». Das Magazin nennt die Abonnierenden Verlegerinnen und Verleger.
Sicherheitslücke war bekannt
In einer Mitteilung räumt die Republik ein: «Die Sicherheitslücke war seit dem 6. August bekannt, aber wir haben es versäumt, rechtzeitig die nötigen Gegenmassnahmen zu treffen. Das ist unser Fehler. Es tut uns leid.»
Mittlerweile sei die Sicherheitslücke jedoch geschlossen, teilt die Republik weiter mit. Dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten wurde eine Meldung gemacht.
Wer hinter dem Angriff steckt, ist unklar. Die Hinweise deuten jedoch auf eine automatisierte, breit angelegte Angriffswelle hin. Das Magazin geht nicht davon aus, dass es jemand gezielt auf die Republik abgesehen habe.
Diese Daten sind betroffen
Sicher abgerufen haben die Angreifer die Angaben aller Nutzer und Nutzerinnen, das heisst der aktiven Verleger, Newsletter-Abonnentinnen und aller Ehemaligen. Die Datensätze umfassen E-Mail-Adresse, Name und, sofern Sie diese hinterlegt haben, Telefonnummer, Geburtsjahr und Geschlecht. Betroffen sind also auch Menschen, die nie ein Abo hatten, sondern lediglich einen Newsletter abonnierten.
Stichprobenweise abgerufen haben die Angreifer zudem Daten aus allen anderen Bereichen der Datenbank, jeweils die ersten 2000 Einträge. Also auch Postadressen, Zahlungsvermerke und Abos, Kommentare im Dialog, Abstimmungen und Wahlen bei unserer Genossenschaft, Antworten in Umfragen. Auch bei diesen Datensätzen hätten die Angreifer vollen Zugriff gehabt. Es gibt keine Anzeichen, dass sie ihn genutzt haben. Ausschliessen könne das Magazin es aber nicht.
Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.
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