«Skrupellos und manipulativ»: Russell Brand vor Gericht

- Der britische Komiker Russell Brand (51) steht in London wegen mutmasslicher Sexualdelikte vor Gericht.
- Die Vorwürfe stammen von sechs Frauen und betreffen die Jahre 1999 bis 2009, darunter Vergewaltigungen.
- Brand weist die Anschuldigungen zurück und plädiert auf nicht schuldig.
Der britische Komiker und Schauspieler Russell Brand (51) muss sich in London vor Gericht verantworten. Konkret geht es um mutmassliche Vergewaltigungen, drei sexuelle Übergriffe und ein weiteres Sexualdelikt. Die Vorwürfe beziehen sich auf den Zeitraum von 1999 bis 2009 und stammen von sechs Frauen, die sich laut Staatsanwaltschaft «nicht kannten». Alle Opfer haben zudem Anspruch auf lebenslange Anonymität. Der 51-Jährige weist die Anschuldigungen zurück und plädiert auf nicht schuldig. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Der erste Skandal
In seinen ersten Skandal geriet Brand 2008: In einer Radiosendung wurden spöttische Nachrichten abgespielt, die er und Entertainer Jonathan Ross (65) für Andrew Sachs hinterlassen hatten. In den Sprachaufnahmen machte Brand die Anspielung, mit Sachs’ Enkelin, die damals 23 Jahre alt war, Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Der Vorfall sorgte für grosse Aufregung, sogar der damalige britische Premierminister Gordon Brown (75) bezeichnete Brands Äusserungen als «inakzeptabel». Seiner Karriere schadete der Skandal allerdings nur vorübergehend.
Darum steht er vor Gericht
Im September 2023 wurden Recherchen veröffentlicht, in denen ihm mehrere Frauen sexuelles Fehlverhalten vorwarfen. Der Brite soll etwa eine Frau in einem Hotel vergewaltigt und eine TV-Mitarbeiterin an die Brust gefasst und sie zum Oralsex gezwungen haben.
Mit seiner Frau Laura erschien Russell am Montag vor Gericht. Zum Auftakt des Prozesses in London nannte die Staatsanwaltschaft Brand «skrupellos und manipulativ». Sie wirft ihm vor, Grenzen und fehlende Zustimmung der Frauen ignoriert zu haben. Bisher wurden im Prozess vor allem die Details der angeblichen Übergriffe besprochen. Brand sagt, alle sexuellen Kontakte seien einvernehmlich gewesen.
Der Prozess ist auf zehn Wochen angesetzt. Er wird also bis etwa Mitte/Ende Dezember 2026 dauern – Verzögerungen sind aber möglich.
Brands Neuorientierung
Der ehemalige Komiker erfand sich im vergangenen Jahrzehnt neu. Mittlerweile ist er Podcast-Host, Autor und Influencer. In seinem Podcast spricht er über Spiritualität, Politik und internationale Angelegenheiten. Immer wieder publiziert er Behauptungen über angebliche geheime Machenschaften der Regierung und der Pharmaindustrie. Zudem sprach er im Internet über seine Drogen- und Alkoholabhängigkeit.
In einem Video auf seinem Youtube-Kanal beschuldigte er die britische Regierung, ihn im Internet zum Schweigen bringen zu wollen. Die Vorwürfe bezeichnete er als «ungeheuerliche Angriffe» der Medien. Der Strafprozess gegen Russell Brand hat am 12. Oktober 2026 am Southwark Crown Court in London begonnen.
Wie beurteilst du die Vorwürfe gegen Russell Brand?
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Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen
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Infodrog, Information und Substanzwarnungen
Vergiftungsnotfälle, Tel. 145
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