Warum musste Fischer Geldstrafe bezahlen und Xhaka nicht?

- Patrick Fischer wurde für den Kauf eines gefälschten Covid-Zertifikats zu einer Geldstrafe verurteilt, Granit Xhaka hingegen nur zu einer bedingten Geldstrafe.
- Der Unterschied erklärt sich durch Fischers Vorstrafe wegen zu schnellen Fahrens – Xhaka war unbescholten.
- Fischer wurde zudem von der IIHF für vier Jahre auf Nationalmannschaftsebene gesperrt, weil er das Zertifikat für die Olympischen Spiele in Peking nutzte.
Zwei öffentliche Personen, das gleiche Vergehen, aber unterschiedliche Strafen: Während Patrick Fischer für den Kauf eines gefälschten Covid-Zertifikats strafrechtlich zu einer fixen Geldstrafe von 38'910 Franken verurteilt wurde, erhielt Granit Xhaka eine bedingte Geldstrafe an 50 Tagessätzen à 3000 Franken verurteilt und ist zwei Jahre auf Bewährung.
Der Laie fragt sich: Warum wurden Fischer und Xhaka unterschiedlich bestraft? Der Grund ist einfacher Natur: Fischer war aufgrund einer früheren Verurteilung wegen zu schnellen Fahrens bereits vorbestraft, Xhaka hingegen nicht.
Sperre vom internationalen Verband
Dass Fischer vom internationalen Eishockeyverband IIHF für vier Jahre gesperrt wurde, hat nichts mit der strafrechtlichen Geldstrafe zu tun. Fischer wurde gesperrt, weil er das gefälschte Zertifikat benutzte, um an den Olympischen Spielen in Peking und damit an einem internationalen sportlichen Wettbewerb teilzunehmen. Die IIHF wertete das als sportrechtliches Fehlverhalten und sperrte ihn auf Nationalmannschaftsebene. Gegen diesen Entscheid hat Fischer Rekurs eingelegt.
Bei Xhaka verhält es sich anders. Die UEFA-Disziplinarordnung verpflichtet die Spieler und Funktionäre in Artikel 11 zwar zu Integrität, Loyalität und Sportsgeist. Entscheidend ist jedoch, ob Xhakas Verhalten einen Verstoss gegen ein UEFA- oder FIFA-Reglement darstellt. Anders als bei Fischer ist bislang kein Zusammenhang mit der Teilnahme an einem von UEFA oder FIFA organisierten Wettbewerb bekannt – Xhaka benutzte das Zertifikat nicht für Uefa-Turniere.
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