Kanute hat hohe Ambitionen – Rohrers Erfolgshunger ist trotz Gesamtweltcupsieg nicht gestillt

Wie bei Randsportarten üblich stehen auch die Kanutinnen und Kanuten hauptsächlich an den Olympischen Spielen im grossen Scheinwerferlicht. Kein Wunder, sind die Sommerspiele auch das ganz grosse Ziel von Jan Rohrer. 2028 bei Olympia in Los Angeles – die Kanu-Wettkämpfe steigen in Oklahoma City – soll die Stunde des Baslers schlagen. «Die Olympischen Spiele sind immer der grösste Traum jedes Kanuten», so Rohrer.
Gute Ausgangslage für Olympia-Quali
Bis dahin dauert es aber noch eine ganze Weile. Aktuell stehen für Rohrer und Co. die ersten Qualifikationen für die Sommerspiele 2028 an. «Dank den Resultaten in diesem Jahr sieht es aktuell ganz gut aus, aber es ist noch alles offen», schildert der 25-Jährige.
«Ganz gut» ist ziemlich untertrieben, wenn man bedenkt, dass Rohrer sich am vergangenen Wochenende den Gesamtweltcupsieg im Kajak Cross sicherte. Im spanischen La Seu genügte dem Schweizer ein 3. Rang, um bei der letzten Weltcupstation noch von Platz 3 auf Platz 1 zu klettern und die Gesamtwertung für sich zu entscheiden.
Keine Zeit zum Ausruhen
Rohrer selbst spricht zwar von einem «coolen Meilenstein», fügt aber sogleich an: «Es ist nicht als Allerhöchste, das man erreichen kann. Da gibt es noch die WM und natürlich Olympia.» Bei diesen Aussagen verwundert es kaum, dass Rohrer noch am späten Abend seines Gesamtweltcupsiegs zurück in die Schweiz reiste und in der Heimat bereits wieder fleissig am trainieren ist. «Es ist wichtig, die anderen Ziele jetzt nicht aus den Augen zu verlieren.»
Ein Zwischenziel auf dem Weg nach Los Angeles 2028 sind für Rohrer auch die anstehenden Europameisterschaften im Piemont. Die Ambitionen des Schweizers sind auch hier gross: «Ich bin 2022 schon einmal Europameister geworden. Diesen Titel will ich noch einmal holen», so Rohrer.
Unabhängig seines Abschneidens an der EM ist und bleibt der Traum von Rohrer aber Olympia in zwei Jahren. «Klar, das ist immer im Hinterkopf. Es wäre toll, wenn ich das noch erleben und anschliessend möglicherweise auch mit dem Sport aufhören könnte.»
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