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Thursday, October 15, 2026

Putins Ölanlagen wieder Ziel: Selenskyj zeigt sich kämpferisch gegenüber den USA

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Putins Ölanlagen wieder ZielSelenskyj zeigt sich kämpferisch gegenüber den USA

15.10.2026, 09:59 Uhr

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Selenskyj wirft Trump Bewunderung für Putin vor. (Foto: dpa)

Die Beziehungen der Ukraine zu den USA sind schwer angeschlagen. Zuerst schließen Trump und Putin einen Diesel-Deal, dann fordert der US-Präsident einen neuen ukrainischen Präsidenten, schließlich drehen die USA dem angegriffenen Land offenbar die Satelliten-Unterstützung ab. Selenskyj lässt sich nicht einschüchtern.

Die Ukraine will ihre Angriffe auf russische Ölinfrastruktur wiederaufnehmen. "Die Sperre ist aufgehoben - damit ist Schluss", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Interview mit der "Financial Times" in London. Die Ukraine habe drei Tage lang keine Energieanlagen angegriffen, um dem Wunsch der USA nachzukommen. Russland habe währenddessen trotz der von US-Präsident Donald Trump verkündeten "Energie-Waffenruhe" weiter ukrainische Energieinfrastruktur und Zivilisten angegriffen.

Das "Minimum" für die Ukraine, um Angriffe auf russische Energieanlagen zu stoppen, wären mehr in den USA produzierte Patriot-Abwehrrakten, sagte Selenskyj auf eine entsprechende Frage mit Blick auf die schwer angeschlagenen Beziehungen zu den USA. Deren Reaktion auf seine Forderung nach mehr Luftabwehr habe darin bestanden, den Starlink-Dienst einzuschränken, ergänzte der ukrainische Präsident.

Ein Stopp der Angriffe auf russische Energieanlagen berge zudem die Gefahr, die USA und Russland zu weiteren Abkommen zu ermutigen. "Die Frage wird sein: Wann kommt das nächste Abkommen?", sagte Selenskyj. Dabei würde es dann sicherlich um Gas gehen. Die USA und Russland hatten sich auf russische Diesel-Lieferungen geeinigt. Trump wollte damit kurz vor den US-Kongresswahlen die Kraftstoffpreise senken, die seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran im Februar stark gestiegen sind. Russland griff trotzdem weiter ukrainische Energieanlagen an.

Selenskyj zufolge hatten US-Militärs gedroht, Geheimdienstdaten zurückzuhalten, sollten die Angriffe auf russische Raffinerien nicht aufhören. Doch trotz der ukrainischen Kampfpause seien den Streitkräften US-Frühwarnungen vor anfliegenden ballistischen Raketen vorenthalten worden. Die US-Seite habe dies später als technische Störung bezeichnet. Zudem sei der Satellitendienst Starlink des Tech-Unternehmers und Trump-Unterstützers Elon Musk in der Ukraine gedrosselt worden, was Einsätze an der Front und ukrainische Gegenangriffe auf russisches Gebiet behindert habe.

Selenskyj wies die Darstellung einer Panne zurück: Es sei kein technisches Problem gewesen, sondern Absicht, sagte er. Zudem warf er Trump in dem Interview vor, offenbar Bewunderung für den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu hegen. Trump hatte am Samstag ukrainische Angriffe auf die russische Öl-Infrastruktur scharf kritisiert und die Ablösung Selenskyjs gefordert. 

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