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Wednesday, October 7, 2026

Deutsche Bahn schränkt Homeoffice-Möglichkeiten ein

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Die Deutsche Bahn will laut Medienberichten die bisherige Möglichkeit zum Homeoffice deutlich einschränken. „Für alle Mitarbeitenden, deren Tätigkeit mobiles Arbeiten erlaubt, sollen künftig regelmäßig drei Präsenztage pro Woche als Mindeststandard gelten“, zitiert der Spiegel aus einer internen Mail des Konzernvorstands. Die Regelung soll dann bis Ende 2027 im ganzen Unternehmen umgesetzt werden, wobei die konkrete Ausgestaltung in der Verantwortung der einzelnen Gesellschaften liegt.

Ein Sprecher des Unternehmens erklärte den Berichten nach, dass die Neuregelung nur ein Drittel der Belegschaft betreffe. Das wären also rund 75.000 Beschäftigte – der Zwischenbericht der Deutschen Bahn vom Juni dieses Jahres spricht von über 225.000 Angestellten im Konzern.

Die restliche Belegschaft halte „seit jeher täglich vor Ort das Eisenbahngeschäft für unsere Kundinnen und Kunden am Laufen“. Die Entscheidung für mehr Präsenz sei auch „kein Instrument, um Personal abzubauen“, sagte der Sprecher. Bislang galt im Konzern nur eine Präsenzpflicht von einem Tag pro Woche, die Tochter DB Regio ist bereits auf drei Tage pro Woche hochgegangen.

Laut dem Spiegel-Bericht hatte sich der Vorstand bereits im August mit der Frage von mehr Präsenzpflicht befasst, aber noch keine Entscheidung getroffen. Das könnte am zu befürchtenden Widerstand aus der Belegschaft gelegen haben. Das Nachrichtenmagazin zitiert aus einer Umfrage des Betriebsrats bei der Infrastruktur-Tochter DB InfraGO, laut der 87 Prozent der Befragten eine angeordnete Präsenzpflicht als negativ bewerteten. Unter anderem hätten die Mitarbeiter Verschlechterungen bei der persönlichen Produktivität und der Planbarkeit des Arbeitsalltags befürchtet.

Ende September sei die Homeoffice-Beschränkung auch Thema auf einer Betriebsversammlung in Leipzig gewesen. „Für viele Beschäftigte stehen auch Vertrauen, Planbarkeit, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie die Attraktivität des Arbeitgebers auf dem Spiel“, habe der Betriebsrat dazu mitgeteilt. Mitarbeiter hätten auch mehrfach darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit zur Heimarbeit für viele „ein wesentlicher Grund für die Entscheidung zugunsten der DB gewesen sei“.

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