War Hausdurchsuchung rechtens?: Andrew Mountbatten-Windsor klagt gegen die Polizei

War Hausdurchsuchung rechtens?Andrew Mountbatten-Windsor klagt gegen die Polizei
05.10.2026, 12:03 Uhr
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War die polizeiliche Durchsuchung der Anwesen von Andrew Mountbatten-Windsor im Rahmen seiner Festnahme rechtmäßig? Der ehemalige Prinz will diese Frage nun vor Gericht klären lassen.
Andrew Mountbatten-Windsor hat nach seiner Festnahme rechtliche Schritte gegen die Thames Valley Police eingeleitet. Der ehemalige Herzog von York, der im Februar an seinem 66. Geburtstag kurzzeitig festgenommen wurde, will laut Bericht der britischen Zeitung "The Telegraph" juristisch klären lassen, ob das Vorgehen der Polizei ihm gegenüber rechtmäßig war.
Der Bruder von König Charles III. hat dem Bericht zufolge eine gerichtliche Überprüfung der Durchsuchungsbeschlüsse beantragt, die es der Polizei ermöglichten, sein Haus auf dem royalen Sandringham-Anwesen und seine ehemalige Residenz Royal Lodge in Windsor zu durchsuchen. Der Antrag wurde laut "The Telegraph" zugelassen.
Gegen Andrew Mountbatten-Windsor wird wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch ermittelt. Der Ex-Prinz wurde nach seiner Festnahme in Norfolk auf eine Polizeiwache in Aylsham gefahren, wo er Medienberichten zufolge fast zwölf Stunden lang befragt wurde. Ein Foto, das entstanden war, als er im Anschluss an das Verhör von der Polizeiwache wieder nach Hause gefahren wurde, zeigte ihn sichtlich geschockt und erschöpft. Die Ermittler beschlagnahmten bei den Hausdurchsuchungen Dokumente und mehrere Gegenstände.
Die Festnahme von Mountbatten-Windsor erfolgte nach neuen Veröffentlichungen aus den Epstein-Akten. Dem 66-Jährigen wird darauf basierend vorgeworfen, sensible Informationen an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weitergegeben zu haben, als Andrew zwischen 2001 und 2011 als Handelsbeauftragter Großbritanniens tätig war. Er selbst hat jegliche Vorwürfe eines Fehlverhaltens im Zusammenhang mit Epstein stets zurückgewiesen.
Ex-Prinz lebt "praktisch im Exil"
Vor wenigen Wochen hatte ebenfalls "The Telegraph" unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, dass Andrew Mountbatten-Windsor das Gefühl habe, "in der Schwebe zu hängen", während er auf den Abschluss der polizeilichen Ermittlungen gegen ihn wartet. Er soll in seinem Haus auf dem Anwesen in Sandringham "praktisch im Exil" leben, wie die Zeitung schreibt.
Die Zeitung will erfahren haben, dass sich Andrews Umfeld Sorgen um ihn mache, weil die Ermittlungen der Polizei voraussichtlich noch viele Monate andauern werden. Eine ihm nahestehende Quelle sagte laut "The Telegraph", dass der frühere Prinz aktuell "kein normales Leben" führen können.
Mit seinem Bruder König Charles soll Andrew dem Bericht zufolge seit einiger Zeit nicht mehr gesprochen haben. Er steht jedoch angeblich in Kontakt mit seinen anderen Geschwistern, Prinzessin Anne und Prinz Edward.
Andrew Mountbatten-Windsor lebt seit dem Frühjahr auf der Marsh Farm in Sandringham, nachdem er seinen langjährigen, wesentlich größeren Wohnsitz Royal Lodge wegen des Skandals um seine Verbindungen zu Jeffrey Epstein im Februar aufgeben musste. Seine royalen Titel verlor er bereits im Oktober 2025.
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