Weidel blafft ungläubige Regierungsmitglieder an: «Hören Sie auf, zu lachen»
Auf Merz wartet schon die nächste Wahlfalle
Wie verteidigt der deutsche Bundeskanzler seine Politik?
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz kämpft um sein politisches Überleben. Nach der Schlappe in Sachsen-Anhalt steht in weniger als 14 Tagen schon die nächste Wahl an. Am Mittwoch muss sich Merz bei der Generaldebatte einer Alice Weidel im Siegestaumel stellen.
Publiziert: vor 13 Minuten
Aktualisiert: vor 1 Minute
Darum gehts
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- Friedrich Merz zeigt sich nach Wahldebakel in Sachsen-Anhalt selbstkritisch
- CDU diskutiert über Merz' Zukunft, Rücktrittsforderungen aus Mecklenburg-Vorpommern
- CDU in Mecklenburg-Vorpommern, wo am 20. September gewählt wird, laut Umfragen bei nur acht Prozent
Marian NadlerRedaktor News
Der deutsche Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz (70) zeigt sich nach dem Wahldebakel im Bundesland Sachsen-Anhalt selbstkritisch. Für seine Regierung gab er ein Ziel aus: den Menschen die Politik besser zu erklären. O-Ton: «Wir müssen versuchen, die Menschen auch in ihrer ganzen Emotionalität stärker zu erreichen.»
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Merz nach Desaster:«Schwerste Wahlniederlage der CDU seit Jahrzehnten»
Am Mittwochmorgen ab 9 Uhr hat er eine erste Gelegenheit dazu. Im Bundestag, dem deutschen Parlament, steht eine Generaldebatte an. Direkt vor ihm trat AfD-Parteichefin Alice Weidel (47) ans Rednerpult. Den Wahlsieg in Ostdeutschland nutzte sie für eine Generalkritik an der Merz-Regierung nutzen. «Schwarz-rot ist vorbei», sagte sie in Richtung der Koalition aus der schwarzen CDU/CSU und der roten SPD.
Stolpert Friedrich Merz über die Brandmauer?
Aufgeben sei für ihn keine Option, hatte Merz am Montag gesagt. Laut «Bild» wird bei den Christdemokraten trotzdem darüber diskutiert, ob er noch der richtige Mann an der Spitze der Regierung ist. Tino Schomann (38), Vize-Landeschef im nordostdeutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, wo am 20. September ein neuer Landtag gewählt wird, fordert bereits einen Rücktritt als Kanzler.
Und: Die Boulevardzeitung nennt zudem zwei Ministerpräsidenten, die sich mittlerweile für eine Zusammenarbeit mit der AfD aussprechen. Namentlich soll es sich dabei um Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (51) und Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (54) handeln. Vom grössten Landesverband aus Nordrhein-Westfalen unter der Leitung von Ministerpräsident Hendrik Wüst (51) und von der bayerischen Schwesterpartei CSU und deren Chef Markus Söder (59) kommen solche Signale bislang nicht.
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AfD nach Wahlerfolg:«Merz war eine grosse Belastung für Deutschland»
Eng würde es für Merz vermutlich, wenn auch die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern in eine Niederlage mündet. In Umfragen liegt die CDU dort bei gerade einmal acht Prozent. Sollte es zur Niederlage kommen, könnte die parteiinterne Diskussion über die von Merz streng verteidigte Brandmauer zur AfD so richtig losgehen. Und Weidels «Triumphgeheul», wie es «Der Spiegel» am Mittwoch ausdrückt, dürfte noch grösser ausfallen.
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