RTP DesportoCorridas de Fórmula 1 mais curtas a partir de 2027וואלההאם רע"ם ועוצמה יהודית ייפסלו? דיונים בבקשות לפסילה לכנסת ה־26The Jerusalem PostMotive behind Ontario synagogue shooting attack not yet determined by Canadian policePunchVIDEO: NSCDC busts illegal fruit juice factory in Lagos, arrests twoDaily MaverickWHAT’S COOKING: A pair of meaty recipes to plan for Braai DayBollywood HungamaVeteran actor Radha files complaint against sister Ambika and brother over alleged Rs 50 crores cheque fraudInquirerDepEd asked: Why reiterate Pride Month memo when it’s always voluntary?UOLFuracão Polo atinge categoria 4 no Pacífico mexicanoColliderApple TV’s Sensational Spy Series Is on a 630-Day Streaming StreakEgypt IndependentEgypt stresses protection of workers in Lebanon, stronger labor cooperationThe Sydney Morning HeraldLachie Neale faces tribunal in bid to play in AFL grand finalBlickMit viel Gold versehen: Messi präsentiert Spezialtrikot für Argentinien-Abschied
The Daily Newsstand · Free, Always
Tuesday, September 22, 2026

KI und Schweizer Strafrecht – Wenn KI Anzeigen verfasst, kann es teuer werden

Translate

Strafanzeigen, die mit künstlicher Intelligenz (KI) erstellt werden, sind in der Schweiz keine Seltenheit mehr. Solche durch KI generierten Anzeigen sind aber oft ausufernd und können die Personen, welche die Anzeige einreichen, teilweise sogar Geld kosten. Das zeigen Beispiele aus den Kantonen Aargau und Solothurn.

Durch KI generierte Anzeigen seien oft sehr ausschweifend und wiederholend formuliert, erzählt Lukas Büttiker, stellvertretender Oberstaatsanwalt des Kantons Solothurn, auf Anfrage von SRF: «Eine aktuelle Strafanzeige umfasst 55 Seiten und dutzende Beweisanträge. Darunter hat es viele Wiederholungen und Sachverhaltsschilderungen, die für ein Strafverfahren völlig irrelevant sind.»

Nahaufnahme von Smartphone-Apps auf einem Bildschirm.
Legende: Die Sprache der durch KI generierten Anzeigen sei auf hohem Niveau, heisst es zum Beispiel im Kanton Solothurn. imago images

Weiter enthalten solche KI-Anzeigen oft «seitenweise Beweisanträge, die absolut unrealistisch sind», weiss Büttiker. Solche Eingaben seien für die Staatsanwaltschaft mit einem beträchtlichen Aufwand verbunden. Die Zuständigen prüften aber auch KI-generierte Anzeigen ernsthaft, wie auch andere Anzeigen.

Struktur und gute Sprache

Was auffalle, sei, dass die KI-Anzeigen gut strukturiert seien. Auch die Sprache sei auf hohem Niveau.

Trotzdem lohne sich das Einreichen von Anzeigen finanziell nicht unbedingt, gibt Büttiker zu bedenken. «Wenn man Verfahren mit unzähligen Anträgen aufbläst, dann wird es aufwendiger. Die Arbeit der Staatsanwaltschaft wird damit grösser. Das wird dann bei Kosten berücksichtigt.»

Mehr zum Thema Künstliche Intelligenz

Falls die Anzeige ein Strafverfahren auslöst, können die Bearbeitungskosten auch auf jene Person zurückfallen, welche die KI-erstellte Anzeige eingereicht hat. Wenn aufgrund einer Anzeige kein Verfahren ausgelöst oder die beschuldigte Person am Ende freigesprochen wird, fallen Kosten an. Diese können auf die Parteien entfallen.

Werden solche Anzeigen zunehmen? Eine Prognose sei schwierig, sagt Lukas Büttiker. Für den Fachmann ist klar: «Für juristische Laien ist es schwierig, die KI arbeiten zu lassen, ohne dass man sie korrigieren kann.»

Aargau sieht auch Chancen

Auch im Aargau kennt man solche durch KI erstellten Anzeigen. Von einer Flut möchte Adrian Schuler, Mediensprecher der Aargauer Staatsanwaltschaft, nicht sprechen. Man habe schon vor KI im Internet «Hilfstools» gefunden, um Anzeigen zu erstellen.

Er sieht sogar gewisse Chancen, dass die KI ihre Nutzerinnen und Nutzer quasi zur Vernunft bringen kann: «Ich halte es für möglich, dass KI eine gewisse Emotionalität berücksichtigt und den User abholt.» Wenn die Userin oder der User sehr emotional klingt, könnte KI dazu raten, von der Anzeige abzusehen. Als Beispiel nennt Schuler Bagatelldelikte wie Nachbarschaftsstreitigkeiten.

Anzeige einreichen – wo und wie?

Box aufklappen Box zuklappen

In der Schweiz kann man persönlich auf dem Polizeiposten mündlich Anzeige erstatten. Möglich ist das auch über dem offiziellen Online-Polizeiposten Suisse ePolice. Oder aber man reicht seine Anzeige schriftlich mit Unterschrift bei der zuständigen Staatsanwaltschaft ein.

In jedem Fall müsse vor dem Einreichen einer Anzeige ein Delikt vorhanden sein, hält Adrian Schuler von der Aargauer Staatsanwaltschaft fest. Wichtig sei, dass man die Behörden mit Anzeigen nicht täusche oder beschimpfe. Denn auch das wäre strafbar.

Diskutieren Sie mit:

Regionaljournal Aargau Solothurn, 21.9.2026, 6:31 Uhr ;  buec;daej;lanr;liea

View the original on SRF News

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.