Doppelbürger Boteli sendet starkes Signal an Yakin

Darum gehts
- FC-Sion-Stürmer Winsley Boteli (20) hat sich klar für die Schweizer Nationalmannschaft entschieden und wartet auf eine Nomination von Nati-Coach Murat Yakin.
- Der Doppelbürger, der auch von der Demokratischen Republik Kongo umworben wurde, betont: «Es ist keine Entscheidung, sondern eine natürliche Wahl.»
- In der laufenden Saison 2025/26 erzielte Boteli in zwölf Spielen zwölf Tore für den FC Sion.
In gut einer Woche wird der Nationaltrainer seinen Kader für die Nations-League-Spiele gegen Nordmazedonien, Schottland und Slowenien bekannt geben.
Winsley Boteli hat seine Position klargestellt: Der treffsichere Stürmer des FC Sion möchte seine Karriere in der Schweizer Nationalmannschaft fortsetzen. Auch die Demokratische Republik Kongo hatte sich in den vergangenen Tagen um ihn bemüht.
«Warum sollte ich wechseln, wenn ich das Schweizer Trikot schon seit meinen ersten Jugendauswahlen mit meinen Freunden trage?», erklärte Boteli gegenüber «Le Nouvelliste».
Boteli: «Eine natürliche Wahl»
Der aus der Jugendakademie des FC Servette stammende Spieler betonte seinen Wunsch, seine internationale Laufbahn in der Schweiz fortzusetzen, nachdem er bereits von der U17 bis zur U21 für die «Rougets» (die Roten) gespielt hatte.
«Ich sehe keinen Grund, meine sportliche Nationalität plötzlich zu ändern. Es ist keine Entscheidung, sondern eine natürliche Wahl. Ich habe in der Schweiz mit dem Fussballspielen angefangen und bin dort aufgewachsen.»
Zu Beginn bei Borussia Mönchengladbach
Der Schweizerische Fussballverband (SFV) verfolgt die Situation aufmerksam. Davide Callà, Assistent von Murat Yakin, und Adrian Arnold, Kommunikationsmanager des SFV, trafen sich nach dem Conference-League-Spiel gegen Ajax Amsterdam im Stade de Tourbillon mit dem Stürmer. In dieser Partie hatte er – wie schon während der gesamten Saison – nach einer überzeugenden Spielzeit 2025/26 geglänzt.

Seine Leihe von Borussia Mönchengladbach zum FC Sion wurde nach der Probezeit in einen definitiven Transfer umgewandelt. «Ich stehe in Kontakt mit den Trainern und warte auf die Auswahl», fügte der aus Sion stammende Spieler hinzu.
Präsident der Republik Kongo am Draht
Die Demokratische Republik Kongo hatte in den vergangenen Wochen grosses Interesse gezeigt.
Laut «Blick» schalteten sich sogar der Präsident der Republik und der Sportminister persönlich ein. «Ich bin selbst Kongolese und weiss, wie wichtig Fussball in diesem Land ist. Es hat mich sehr gefreut, die Vertreter des Landes zu sehen. Ich bin stolz auf dieses Interesse», erklärte der junge Mann, der in dieser Saison in zwölf Spielen zwölf Tore erzielt hat.
Ein Einsatz für die Schweiz in einem offiziellen Spiel würde die Wahl seiner sportlichen Nationalität endgültig besiegeln. Für die Schweizer Fans wäre das eine fantastische Nachricht.
Wie findest du Winsley Botelis Entscheid, für die Schweizer Nati spielen zu wollen?
Robin Carrel (rca) ist Journalist und Leiter der Sportredaktion bei 20 minutes, wo er seit 2011 tätig ist. Er arbeitet ausserdem für lematin.ch.
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