Schweres Erdbeben in Indonesien - News kompakt: Das Wichtigste kurz gefasst
Vor der Küste der indonesischen Insel Flores ist es zu einem schweren Erdbeben gekommen. Die US-Erdbebenwarte (USGS) gab die Stärke mit 7,7 an. Das Beben ereignete sich demnach in einer Tiefe von rund zehn Kilometern, etwa 70 Kilometer nordwestlich des Ortes Ende im Zentrum der Insel. Indonesische Behörden gaben auch eine Tsunami-Warnung aus, die später wieder aufgehoben wurde. Nachbeben erreichten unter anderem die Stärke 6,1 und 5,9.

USGS zufolge leben in dem Bereich, der schwere Erschütterungen erlebte, rund 1,5 Millionen Menschen. Der indonesischen Katastrophenschutzbehörde BNPB zufolge kamen im Bereich Sikka zwei Menschen ums Leben, andere Quellen sprechen mindestens von 20 Toten. Zum Ausmaß der Schäden gab es zunächst keine Informationen.
Ex-Cambridge-Professor nach Plagiatsvorwürfen tot aufgefunden
Ein vor wenigen Tagen inmitten einer Plagiatsaffäre zurückgetretener Professor der renommierten britischen Universität Cambridge ist tot aufgefunden worden. Der 41-jährige Jason Arday wurde am Freitag leblos an einer Adresse im Süden Londons entdeckt, wie mehrere Medien wie Sky News unter Berufung auf die Londoner Polizei meldeten. Er sei von den alarmierten Rettungskräften für tot erklärt worden.

Arday war in der vergangenen Woche zurückgetreten, nachdem die Universität eine Untersuchung zu sich mehrenden Plagiatsvorwürfen hinsichtlich seiner Dissertation angekündigt hatte. Arday war 2023 als jüngster schwarzer Professor in Cambridge gefeiert worden. Damals war er 37 Jahre alt.
Moskau erklärt Forschungsstelle Osteuropa für "unerwünscht"
Die russische Justiz hat die an der Universität Bremen angesiedelte Forschungsstelle Osteuropa (FSO) in ihre umstrittene Liste der unerwünschten Organisationen aufgenommen. Das Justizministerium erweiterte damit seine Liste mit ausländischen und internationalen Einrichtungen, deren Arbeit auf dem Gebiet der Russischen Föderation untersagt ist. Besondere Gründe werden nicht genannt, gelistet werden aber Organisationen, die nach Auffassung der Moskauer Behörden gegen die Interessen des russischen Staates arbeiten.
In der Liste stehen bereits mehrere deutsche Organisationen, darunter das viele Jahre in Moskau tätige Deutsche Historische Institut (DHI), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) sowie zahlreiche politische Stiftungen.
Streit um Trumps Ballsaal erreicht Supreme Court
Die US-Regierung hat im Streit um den geplanten Ballsaal am Weißen Haus den Supreme Court eingeschaltet. Sie will erreichen, dass eine Entscheidung eines Berufungsgerichts ausgesetzt und der Bau fortgesetzt wird. Die Regierung begründet das Projekt mit Erfordernissen der nationalen Sicherheit.
Weißes Haus: Trump wegen Abriss des Ostflügels in der Kritik
Das Berufungsgericht hatte vergangene Woche entschieden, dass Präsident Donald Trump für den Bau die Zustimmung des Kongresses benötigt. Denkmalschützer klagen gegen das Vorhaben, das wegen seiner Kosten, der Vergabe und der Eingriffe in das historische Ensemble umstritten ist. Der Ballsaal entsteht seit Herbst 2025 auf dem Gelände des früheren Ostflügels und soll künftig größere Staatsbankette ermöglichen.
Verfassungsrat kippt Social-Media-Verbot in Frankreich
Frankreichs Verfassungsrat hat das vom Parlament beschlossene Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige gestoppt. Die Regelung greife unverhältnismäßig in die Meinungs- und Kommunikationsfreiheit ein, entschied das Gericht am Freitag. Zwar müsse das Kindeswohl geschützt werden, das Verbot sei jedoch zu weit gefasst und erfasse auch Dienste, bei denen Risiken für Minderjährige nicht belegt seien. Betroffen wären unter anderem TikTok, Instagram, Snapchat und YouTube gewesen.
Frankreich plant Alterskontrollen für Social Media
Präsident Emmanuel Macron forderte daraufhin eine rechtlich tragfähige Neufassung. Premierminister Sébastien Lecornu soll rasch einen neuen Entwurf vorlegen, der auch EU-Recht berücksichtigt. Das Verbot soll nun bis zum Frühjahr 2027 umgesetzt werden.
55 Meter hohe Marienfigur wird in Polen eingeweiht
In Polen wird an diesem Samstag Europas größte Marienstatue eingeweiht und gesegnet. Die 55 Meter hohe Figur aus hellem Stahlbeton steht im Dorf Konotopie nordwestlich von Warschau und ist deutlich größer als die berühmte Chrisstusstatue von Rio de Janeiro. Konotopie hofft durch das neue Wahrzeichen auf mehr Besucher und zusätzliche Einnahmen.

Finanziert wurde das Projekt vom polnischen Multimillionär Roman Karkosik, der in der nahe gelegenen Kleinstadt Kikol lebt. Medienberichten zufolge investierte er rund 100 Millionen Zloty, umgerechnet etwa 23 Millionen Euro. Der Bau der Statue hatte im März 2025 begonnen.
pg/pgr/wa (dpa, afp, rtr, kna)
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