«Ein Krankenkassenwechsel ist reine Symptombekämpfung!»

Leser zu steigenden Prämien
«Ein Krankenkassenwechsel ist reine Symptombekämpfung!»
Die Krankenkassenprämien steigen nächstes Jahr erneut, dieses Mal um ganze 5 Prozent. Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider nennt zunehmende Arztbesuche und bessere Leistungen als Gründe. Unsere Community will klare Massnahmen von Bund und Kassen sehen.
Publiziert: vor 16 Minuten
Aktualisiert: vor 11 Minuten
- Krankenkassenprämien steigen 2027 um 5 Prozent, verkündet Gesundheitsministerin Baume-Schneider
- 32 Prozent der Leser planen einen Kassenwechsel, viele sehen aber keinen Nutzen
- Über 1800 Umfrageteilnehmer, 39 Prozent empfinden Wechselaufwand als zu hoch
Alessandro KälinRedaktor Community
In den letzten 30 Jahren bekamen Herr und Frau Schweizer den Prämienhammer immer wieder aufs Neue zu spüren. Auch 2027 werden die Krankenkassen wieder teurer. Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider (62, SP) verkündete am Dienstag, dass die Prämien um ganze 5 Prozent ansteigen. Die Bundesrätin legt die Teuerung vor allem an zwei Faktoren fest.
Zum einen haben die Arztbesuche der Bevölkerung laut Baume-Schneider zugenommen. Ausserdem sei der Leistungskatalog an immer besser werdenden Leistungen gewachsen. Diese Begründung vermag unsere Leserschaft jedoch kaum zu besänftigen. Zahlreiche Mitglieder der Community sind aufgebracht über den erneuten Kostenanstieg. Ein Krankenkassenwechsel geht vielen durch den Kopf.
Einige Leser suchen sich eine neue Krankenkasse
Eine Leserumfrage mit über 1800 Teilnehmern zeigt: Die Mehrheit der Community hat aktuell keine Pläne, die Krankenkasse zu wechseln. Für 39 Prozent ist der Aufwand schlicht zu gross. Weitere 19 Prozent sehen davon ab, da sie bereits bei einer der günstigsten Versicherungen sind.
Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Trotzdem will sich ein grosser Anteil der Teilnehmer nun eine andere Krankenkasse suchen. 32 Prozent sind überzeugt, dass sie mit einem Wechsel einiges einsparen können. Die letzten 12 Prozent wollen sich ebenfalls neu orientieren, auch wenn sie damit nur wenige Franken sparen. In den Kommentaren sind jedoch viele überzeugt, dass ein Wechsel keine langfristige Lösung ist.
«Das ist nichts anderes als ein Pseudowettbewerb»
Ein grosser Teil der Leserschaft hat genug vom ständigen Krankenkassentausch. Michael Ronner ist einer von ihnen: «Das ist doch Augenwischerei! Viele Menschen wechseln jedes Jahr die Kasse – und die Prämien im System steigen trotzdem weiter.» Auch Manfred Rohner schreibt: «Jedes Jahr dasselbe. In der Grundversicherung müssen alle die gleichen Leistungen bezahlen. Das ist doch nichts anderes als ein Pseudowettbewerb, um das Volk zu beruhigen.»
Markus Scheller hebt hervor: «Heute ist ein Wechsel sinnvoll, aber im nächsten Jahr sieht vielleicht alles anders aus. Was dann? Wieder ein Austausch? Das ganze Wechseln verursacht auch enorme Kosten. Davon spricht niemand!»
Auch Markus Gygli fragt aufgebraucht: «Und wann wird endlich wirklich etwas gemacht von unseren Volksvertretern? Ein Krankenkassenwechsel ist reine Symptombekämpfung!»
«Wir brauchen mehr als Durchhalteparolen und warme Luft»
Eine systematische Veränderung wünschen sich viele Leserinnen und Leser. Richard Schaffhauser ärgert sich: «Bundesbern unternimmt nichts, um den jährlichen Prämienanstieg zu eliminieren oder zumindest zu reduzieren. Immer nur alles schönreden.»
Auch die Rechtfertigung für den erneuten Prämienanstieg stösst einigen Kommentierenden sauer auf. Conrad Sandmeier übt Kritik: «Immer wird uns erzählt, dass Qualität kostet. Meiner Meinung nach lässt die Qualität der Leistungen immer mehr zu wünschen übrig.»
Gaby Widmer hebt hervor: «All diese Knackpunkte sind nichts Neues. Warum wird nicht aktiv daran gearbeitet?» Für Werner Müller ist klar: «Wir brauchen mehr als Durchhalteparolen und warme Luft. Hier braucht es Mut für neue Ansätze, damit dieses Problem strukturell angegangen werden kann.»
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.