Emotionaler Monfils-Abschied nach turbulenten Wochen

Botschaft von Federer und Wawrinka
Emotionaler Monfils-Abschied nach turbulenten Wochen
Jetzt ist sie endgültig vorbei, die Tennis-Karriere von Gaël Monfils. Nach dem stillen Rücktritt Anfang Oktober wurde er emotional verabschiedet – inklusive Grussbotschaften einiger Legenden.
Publiziert: vor 29 Minuten
- Gaël Monfils ist in Paris offiziell verabschiedet worden
- Nach 22 Jahren beendet der Franzose seine Tennis-Karriere
- Zum Abschied gibts Grussbotschaften von Rafael Nadal, Roger Federer und Co
Ramona BieriRedaktorin Sport
Bei seinem Heim-Masters in Paris (Fr) wollte Gaël Monfils (40) ein letztes Mal aufschlagen und danach sein Racket an den Nagel hängen. Gekommen ist es anders. Schon Anfang Oktober hat der Franzose still und heimlich seine Karriere beendet. Der Grund: Die Trennung von seiner Ehefrau Elina Switolina (32).
Öffentlich wurde das Liebes-Aus erst Mitte Oktober, aber beschäftigt hat es Monfils schon länger. «Das hat mir als Mensch sehr wehgetan», sagte er Ende Oktober auf der Streaming-Plattform Twitch. «Ich hatte eine Zeitspanne, in der ich nicht so trainieren konnte, wie ich wollte. Ich war psychisch nicht auf der Höhe.»
Dass sein heimlicher Rücktritt aufgeflogen ist, weil sein Name auf der Liste der zurückgetretenen Profis bei der International Tennis Integrity Agency ITIA entdeckt wurde, sei so nicht geplant gewesen. «Das war ärgerlich», so Monfils. Seinen grossen Abschied in Paris hat er nun dennoch bekommen. Am Dienstag hat er dort der Tennisbühne Adieu gesagt.
Berührende Worte an seine Tochter
«Ich will nicht verheimlichen, dass es ein sehr schwieriger Moment ist, um Lebewohl zu sagen», meint ein sichtlich berührter Monfils. Er verabschiedet sich nach 948 Partien (588 Siege) und 13 Turniersiegen, daneben stand er zweimal in einem Grand-Slam-Halbfinal (French Open 2008 und US Open 2016).
Besonders emotional wird es, als Monfils über seine Tochter Skaï (4) spricht. Sie habe gewollt, dass er über sie spreche, meint er. «Sie hat zu mir gesagt: ‹Du sprichst nicht oft genug über mich, Papa›», erzählt Monfils. Und fügt an: «Also, Skaï, falls du das hier siehst: Jetzt spreche ich über dich. Vielleicht wirst du es irgendwann einmal sehen.» Sie habe ihm gesagt, dass sie ein Champion werden möchte – in allem. «Dein Papa war Tennisspieler und hat Tennis geliebt. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass du bei allem, was du dir vornimmst, eine Meisterin wirst.»
«Wollten alle ein bisschen wie du sein»
Zahlreiche Weggefährten lassen es sich nicht nehmen, sich via Videobotschaft zu verabschieden. «Es gibt niemanden, der dich nicht mag», meint Novak Djokovic (39). Roger Federer (45) fügt an: «Wir alle wollten immer ein bisschen wie du sein.» Und Stan Wawrinka (41) erinnert daran, «dass du uns schon als Freund begeistert hast, aber auch als Tennisfan. Du hast auf dem Platz so viele Emotionen ausgelöst».
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Künftig wird Monfils nur noch hobbymässig auf dem Court Emotionen auslösen. Beruflich wird er bei einem Schweizer Unternehmen im Bereich der Vermögensverwaltung tätig sein.
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