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Friday, October 16, 2026

Neues Album von Fontaines D.C. – Irlands neue Rock-Giganten erobern bald die Stadien

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In nur sieben Jahren sind Fontaines D.C. aus Dublin vom Kellerclub ins Stadion aufgestiegen. Das neue Album «Dopamine Chamber» macht klar: ihr kometenhafter Aufstieg dürfte weiter gehen – trotz weniger Gitarren.

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16.10.2026, 15:13

Kantige Riffs, eine leichte James-Joyce-Romantik und Texte über die Heimat, die eigene Generation und das Leben in Irland: Das Rezept von Fontaines D.C. aus Dublin mundet bereits seit ihrem Debütalbum «Dogrel».

Dass die fünf Musiker um Sänger Grian Chatten dereinst zu einer der grössten Rockbands Europas aufsteigen und vom britischen «Guardian» sogar als «beste Band ihrer Generation» bezeichnet würden, war vor sieben Jahren aber noch nicht abzusehen.

In den Fussstapfen von Oasis und den Rolling Stones

Heute sieht die Sache anders aus. Nächsten Sommer spielen Fontaines D.C. gleich zwei Abende im irischen Slane Castle – vor jeweils 80'000 Menschen. Damit stehen sie auf derselben Bühne, auf der schon Oasis, die Rolling Stones, David Bowie und Madonna aufgetreten sind – und sind erst der dritte irische Act nach Thin Lizzy und U2, der dort als Headliner auftritt.

Dazu kommen zwei «Brit Awards» und drei Grammy-Nominierungen: Auch die Musikindustrie bestätigt, dass es die Band bereits weit nach oben geschafft hat.

Innert sieben Jahren ganz nach oben

Doch wie ist dieser kometenhafte Aufstieg zu erklären? Und warum passierte er so schnell? Die einfache Antwort «Die Welt sehnt sich nach dem Comeback der Rockmusik!» kann es jedenfalls nicht sein. Schliesslich wird dieses Comeback seit rund 20 Jahren ausgerufen.

Viel eher dürfte es wohl das harmonische Zusammenspiel verschiedener Faktoren sein: fünf spannende Typen, ein sich ständig entwickelnder Look, starke Songs – und eine Band, die sich nie gegen ihre wachsende Popularität stellt.

Fünf Personen stehen in einer sonnigen Gasse zwischen Gebäuden.
Legende: Sehen aus wie eine Band, die in fünf verschiedenen Kleiderläden shoppt: Fontaines D.C. Ewen Spencer

Oder vielleicht ist es doch einfach Zufall?

Wobei hinter diesem Zufall auch Kalkül stecken könnte. Klang «Dogrel» (2019) noch nach stickigem Kellerclub, zielt man spätestens seit «Romance» (2024) auch auf die hintersten Reihen grosser Arenen. Und mit dem neuen, fünften Album «Dopamine Chamber» wird diese Entwicklung nun endgültig zum Konzept.

Stadionmusik für alle

Wer von Album zu Album wachsen will, muss neue Publikumsgruppen erschliessen. So sollen mit «Dopamine Chamber» jetzt auch jene Menschen angesprochen werden, die mit Gitarren nicht viel anfangen können.

Düstere Synthesizer und ein apokalyptisches Soundbild machen aus dem Post-Punk von einst endgültig Stadionmusik, Songs wie «Marianne» oder «Six Shot Morning» klingen, als wollten Fontaines D.C. ihr Publikum um Depeche-Mode-Fans erweitern.

Und eine weitere Zielgruppe soll ebenfalls dazukommen: Auf «Where Is Gone?» liefert sich Chatten ein betörendes Duett mit dem spanischen Superstar Rosalía, irgendwo zwischen Bond-Soundtrack und «Where the Wild Roses Grow».

Wenn die Welt schon untergeht…

«Dopamine Chamber» ist ein Statement einer Band, die inzwischen genau weiss, wie viel sie sich erlauben kann. Doch der Titel passt auch thematisch. In den elf Songs beschreibt Chatten eine Welt, in der wir uns mit Ablenkungen und kleinen Belohnungen zudröhnen, während draussen alles düsterer wird: Wenn die Welt schon untergeht, dann bitte mit einem epischen Soundtrack!

Die Bühnen der fünf Iren dürften in Zukunft also nur noch grösser werden – auch in der Schweiz. Die Zeiten, in denen man Fontaines D.C. im klitzekleinen Bad Bonn in Düdingen erleben konnte, sind längst passé. Auch dürften bald weitere Auszeichnungen folgen, vielleicht sogar ein Grammy. Nur ob «Best Rock Album» dann noch die richtige Kategorie ist, muss sich erst zeigen.

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