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Thursday, October 15, 2026

Ex-«GNTM»-Star über traumatische Kindheit

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Von der Mutter nicht gewünscht, vom Onkel missbraucht

Ex-«GNTM»-Star über traumatische Kindheit

Wer Sara Kulka sieht, sieht im ersten Moment eine hübsche Frau und ein erfolgreiches Model. Was hinter der Fassade steckt, weiss kaum jemand – bis jetzt. Nun veröffentlicht der «GNTM»-Star ein Buch über seine schwere Kindheit.

Publiziert: 14:16 Uhr

  • Ex-«GNTM»-Kandidatin spricht über schweren Missbrauch in der Kindheit
  • Sara Kulka soll von ihrem Onkel als Kind sexuell misshandelt worden sein
  • Erst im Erwachsenenalter konnte sie das Trauma langsam aufarbeiten
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Silja AndersRedaktorin People

Die ehemalige «Germany's Next Topmodel»-Teilnehmerin Sara Kulka (36) hat ein Buch über ihre traumatische Kindheit geschrieben. Am 20. Oktober erscheint das Werk mit dem Titel «Das Mädchen, das ich retten musste». Die Enthüllungen in ihrer Biografie sind schwer zu verkraften.

Kulka behauptet, ihre Mutter habe sie nie gewollt. So wenig, dass sie versucht habe, das Mädchen auf eigene Faust abzutreiben. «Sie trank irgendwelche Tees und Öle, und sie badete zu heiss, aber nichts führte zu einer Fehlgeburt», sagt sie. Mit «Bild» spricht sie noch ausführlicher, nicht nur über ihre Mutter, sondern vor allem über ihre Kindheit und die scheinbar endlose Tortur, die sie laut eigener Aussage durchleben musste.

Kulka spricht von schweren Vorwürfen gegen Onkel, Mutter und Stiefvater

Kulka lebt die ersten Jahre ihres Lebens in Polen bei ihren Grosseltern, ihren Vater lernt sie nie kennen. Später holt die Mutter sie nach Deutschland. Sie wird in einem Land, dessen Sprache sie nicht spricht, in die erste Klasse gesteckt. Alles ist fremd. Doch daheim soll es noch schlimmer zugehen.

Kulka erzählt, dass damals ihr kognitiv beeinträchtigter Onkel bei ihr, ihrem Bruder und ihrer Mutter lebte. Er sollte auf die Kinder aufpassen, während Kulkas Mutter arbeiten ging. Doch statt auf sie aufzupassen, habe der Onkel die kleine Sara sexuell missbraucht. Sie schwieg, wehrte sich lange nicht.

Der Stiefvater habe bemerkt, was vor sich ging. So, wie Kulka es beschreibt, scheint dieser jedoch nicht mit ihrer Mutter darüber gesprochen zu haben. Er soll Kulka das Gefühl gegeben haben, es sei ihre Schuld. «‹Sara›, sagte er, in einem strengen Ton, wie ich ihn vorher nie von ihm gehört hatte. ‹Warum machst du denn so was? Das macht man doch nicht.› Ich sagte nichts. Weil ich mich schämte. Mit mir stimmte etwas nicht, sonst wäre das nicht passiert. Zu meinem Onkel hatte er das nicht gesagt. Es war also meine Schuld, mein Fehler», schreibt das Model in ihrem Buch. Als der Onkel ihren Bruder schlug, habe sie ihm aus Verzweiflung angeboten, er dürfe sie anfassen, wenn er von ihrem Bruder ablasse. «Er verstand das wortwörtlich als Freifahrtschein», so Kulka.

Drei Jahre soll der Missbrauch angedauert haben, bis Kulka ihre Mutter angefleht habe, den Onkel wegzuschicken. Nicht wegen des Missbrauchs – von dem erzählte sie ihrer Mutter erst Jahrzehnte später, wie sie verrät. Damals benutzte sie die Gewalt gegen ihren Bruder als Vorwand. Angezeigt habe sie den Onkel nie, auch nicht, als sie endlich verarbeitet hatte, was ihr angetan worden war. «Mir war bewusst, dass mein Onkel geistig beeinträchtigt ist und ein Gerichtsverfahren bedeutet hätte, mich erneut mit all den schmerzhaften Erinnerungen und Traumata meiner Kindheit auseinanderzusetzen. Ein solcher Prozess hätte sich möglicherweise über Jahre hingezogen. Dafür fehlte mir damals schlichtweg die Kraft», verrät sie «Bild».

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