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Monday, November 2, 2026

Demokratin stimmt gegen eigenen Kandidaten

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Zoff in den eigenen Reihen

Demokratin stimmt gegen eigenen Kandidaten

In Michigan wählte die Kongressabgeordnete Haley Stevens den Republikaner Mike Rogers statt des Demokraten Abdul El-Sayed. Grund dafür ist ein schwelender Streit mit dem Kandidaten rund um die Thematik Israel.

Publiziert: vor 12 Minuten

  • Die Demokratin Haley Stevens entschied sich bei der Wahl in Michigan gegen ihren Parteikollegen Abdul El-Sayed
  • Stevens gilt als überzeugte Unterstützerin Israels. El-Sayed kritisiert dagegen die israelische Kriegsführung im Gazastreifen und die amerikanischen Militärhilfen für Israel
  • Streit eskalierte aufgrund eines Werbespots
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Angela RosserJournalistin News

Kurz vor den entscheidenden US-Zwischenwahlen liefert die demokratische Kongressabgeordnete Haley Stevens (43) in Michigan für einen politischen Paukenschlag. Statt ihren ehemaligen innerparteilichen Rivalen Abdul El-Sayed (42) zu unterstützen, stellte sie sich am Sonntag demonstrativ an die Seite seines republikanischen Gegenkandidaten Mike Rogers (63).

«Ich gehöre nicht zu Abduls Wahlkampfteam», erklärte Stevens in einem auf X veröffentlichten Video. «Was uns als Einwohner Michigans ausmacht, ist nicht Hass, und genau das erleben wir derzeit nicht von unserem demokratischen Kandidaten.»

Verrat und Rücktritte

Harte Worte, die in den Reihen der Demokraten für Empörung sorgen. Erst am Mittwoch bekräftigte sie noch, El-Sayed trotz der persönlichen Differenzen zu wählen.

Der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, bezeichnete Stevens' Entscheidung als «verabscheuungswürdigen Verrat». Der Vorsitzende der Demokratischen Partei Michigans, Curtis Hertel, warf Stevens vor, die Partei zu spalten. Laut BBC traten mehrere ihrer Mitarbeiter aus Protest zurück.

Wahlwerbung schuld an Eklat

Hintergrund des Zoffs zwischen den beiden war eine umstrittene Wahlwerbung, die US-Hilfe für Israel mit hohen Preisen in Verbindung brachte. Stevens forderte El-Sayed auf, sich davon zu distanzieren, was dieser zwar tat, jedoch ohne ihre Erwartungen zu erfüllen. Stevens gilt als überzeugte Unterstützerin Israels. El-Sayed kritisiert dagegen die israelische Kriegsführung im Gazastreifen und die amerikanischen Militärhilfen für Israel.

Dass die Abgeordnete bei den Vorwahlen ebenfalls für den Senatssitz in Michigan kandidierte, macht die Sache besonders brisant. El-Sayed gewann die Vorwahl knapp. Danach versprachen beide, zusammenzuarbeiten, hatten aber monatelang kaum direkten Kontakt.

Stevens stellt sich auf Seite der Republikaner

Als er sie bat, einer gemeinsamen Veranstaltung zur Demonstration der Parteieinheit fernzubleiben, besuchte sie stattdessen einen Gottesdienst mit Rogers. Das Senatsrennen in Michigan gilt als eines der knappsten der diesjährigen Wahlen.

Der Ausgang könnte die Mehrheitsverhältnisse im US-Senat entscheidend beeinflussen. Präsident Donald Trump lobte Stevens' Schritt als «sehr mutig» und schlug vor, sie könnte sich der Republikanischen Partei anschliessen.

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