Betrug? Klage gegen Selena Gomez und ihre Mutter eingereicht

- Selena Gomez (34), ihre Mutter Mandy Teefey (50) und Unternehmerin Daniella Pierson (31) werden wegen Betrugs rund um das Startup Wondermind verklagt.
- Zwei Investorengesellschaften behaupten, fast 1,2 Millionen US-Dollar auf Basis falscher Angaben investiert zu haben.
- Eine Reaktion von Gomez, Teefey oder Pierson auf die Anschuldigungen liegt bislang nicht vor.
Vor rund fünf Jahren wurde erstmals das Startup namens Wondermind bekannt, das sich auf mentale Fitness konzentriert. Die drei Co-Gründerinnen – Sängerin und Schauspielerin Selena Gomez (34), ihre Mutter Mandy Teefey (50) und die Unternehmerin Daniella Pierson (31) – werden jetzt verklagt. Dem Trio wird laut US-Berichten in der Klageschrift Betrug vorgeworfen.
Investoren behaupten laut des Wirtschaftsmagazins «Forbes», dass die drei Frauen sogenannten «Securities fraud» begangen haben sollen. Im US-Recht kann dies Beklagten vorgeworfen werden, wenn zum Beispiel falsche oder absichtlich irreführende Angaben gegenüber Anlegern gemacht werden, um diese zu täuschen – in der Regel im Zusammenhang mit Wertpapieren. Es seien demnach Initiativen für das angeblich angeschlagene Startup versprochen worden, die nie umgesetzt wurden.
Was passiert sein soll
Wondermind war erstmals im Jahr 2021 vorgestellt worden, die zugehörige Website ging rund ein Jahr später an den Start. Zwei Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Wondermind SRS 44 und Bespoke Wondermind SPV, geben dem Bericht zufolge an, fast 1,2 Millionen US-Dollar in das Startup investiert zu haben. Den Beklagten werde jetzt mehrfach Betrug und Vertragsbruch vorgeworfen.
Die Kläger geben an, sie hätten in das Unternehmen investiert, weil ihnen fälschlicherweise mitgeteilt worden sei, dass das Startup über eine erforderliche Infrastruktur verfüge, darunter eine geeignete Unternehmensführung, Partnerschaften und Werbeverträge. «Die Partnerschaften gab es nicht», zitiert das Magazin aus der Klage.
«Die Initiativen wurden nie umgesetzt. Die App wurde nie entwickelt. Und drei Jahre lang, während das Unternehmen um sie herum still und leise zusammenbrach, sagten weder Gründerinnen, Führungskräfte noch Vorstandsmitglieder auch nur ein Wort zu den Investoren, deren Geld diesen Zusammenbruch finanziert hat.»
Was ist Wondermind überhaupt?
In einem Gespräch mit «Good Morning America», bei dem im Jahr 2022 auch ihre Mutter Mandy und Pierson anwesend waren, erklärte Gomez über Wondermind: «Wir möchten, dass es eine Gemeinschaft und einen Raum gibt, in dem Menschen das Gefühl haben können, dass mit ihnen alles in Ordnung ist und dass sie nicht allein sind.»
Auf der Plattform selbst, auf der Pierson keine Erwähnung mehr findet und Teefey als CEO aufgeführt wird, steht aktuell: «Mentale Fitness bedeutet, an der eigenen psychischen Gesundheit zu arbeiten – ganz gleich, wie das für dich aussehen mag. [...] Genau dafür sind wir da – um dir einfache und praktikable Möglichkeiten an die Hand zu geben, deine mentale Fitness jeden Tag in den Vordergrund zu stellen.»
In der Klage werde laut «Forbes» behauptet, dass das Startup zahlreiche falsche Angaben gemacht habe. So sei den Klägern zufolge übertrieben worden, wie gross Piersons unternehmerisches Geschick sei und wie geeignet Gomez' Mutter für eine Führungsposition sei. Ausserdem sei suggeriert worden, dass die Schauspielerin und Sängerin enger in das Unternehmen eingebunden werde, als es offenbar der Fall war.
Eine Reaktion von Gomez, Teefey oder Pierson zu den derzeitigen Anschuldigungen liegt bislang nicht vor.
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Ammar Jusufi (amj), Jahrgang 2001, arbeitet seit November 2024 für 20 Minuten. Nach seinem Praktikum im Ressort Ostschweiz ist er nun Redakteur im Ressort People.
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