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Monday, September 21, 2026

In der Arktis präsent: USA beobachten "stille" chinesische Forschungsschiffe

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In der Arktis präsentUSA beobachten "stille" chinesische Forschungsschiffe

21.09.2026, 13:05 Uhr

China plant eine polare Seidenstraße. Immer wieder tauchen seine Forschungsschiffe in der Arktis nahe den USA auf. Anders als früher informiert Peking Washington jedoch nicht mehr über deren Präsenz. Dort gibt es dafür zwei mögliche Erklärungen.

Aus Sorge um die nationale Sicherheit beobachten die USA die Präsenz chinesischer Forschungsschiffe in der US-Arktis genau. In diesem Jahr seien in den Gewässern vor dem US-Bundesstaat Alaska bislang vier solcher Schiffe im Einsatz gewesen, nach insgesamt fünf im Jahr 2025, sagte der zuständige Kommandeur der US-Küstenwache, Bob Little. Die Schiffe seien in den Seegebieten vor Alaska, einschließlich der Aleuten und der Beringstraße, bis hinauf zum Nordpol unterwegs.

Sie hielten sich zwar in internationalen Gewässern auf, hätten die USA jedoch nicht wie üblich vorab auf diplomatischem Weg über ihre Anwesenheit informiert. Aktivitäten in der ausschließlichen Wirtschaftszone der USA oder über dem erweiterten Festlandsockel berührten Sicherheitsinteressen und würden daher genau verfolgt, erklärte Little am Rande einer Sicherheitskonferenz in Oslo. Mit Festlandsockel ist der Randbereich von Kontinenten gemeint, der von Wasser bedeckt ist.

Dabei stünden zwei Aspekte im Vordergrund: Zum einen könnten die chinesischen Schiffe den Meeresboden in einem den USA gehörenden Gebiet auf Rohstoffvorkommen untersuchen. Zum anderen könnte dieses Vorgehen China einen militärischen Vorteil verschaffen oder eine Bedrohung für die USA darstellen. Auf Nachfragen der Küstenwache antworteten die chinesischen Schiffe dem Kommandeur zufolge meist nur, sie seien in internationalen Gewässern im Einsatz oder betrieben wissenschaftliche Forschung.

China bezeichnet sich selbst als "arktisnahen Staat" und will eine "polare Seidenstraße" schaffen. In den vergangenen Jahren hat die Volksrepublik ihre Präsenz in der Polarregion verstärkt, teils allein, teils in gemeinsamen Einsätzen mit Russland. Little beriet sich in Norwegen zudem mit internationalen Kollegen über den Umgang mit ähnlichen Aktivitäten russischer Forschungsschiffe. Ob in der Barentssee oder in der Ostsee, es gebe viele Beispiele für hybride Bedrohungen, sagte der Kommandeur mit Blick auf Russland. Die Regierung in Moskau weist Vorwürfe zurück, illegal zu handeln oder eine Bedrohung für US-Interessen darzustellen.

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