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Wednesday, November 4, 2026

Tarifkonflikt mit IG Metall: Arbeitgeber sehen weitere 300.000 Jobs in Industrie in Gefahr

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Tarifkonflikt mit IG MetallArbeitgeber sehen weitere 300.000 Jobs in Industrie in Gefahr

04.11.2026, 01:53 Uhr

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Ein Arbeiter werkelt an einer Komponente für Antriebstechnik für Schiffe. (Foto: picture alliance/dpa)

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall streitet sich mit der Arbeitnehmervertretung der Metall- und Elektroindustrie um höhere Entgelte. Derzeit ist kein Ende des Tarifkonflikts in Sicht - vor diesem Hintergrund warnt Gesamtmetall vor einer weiteren "Deindustrialisierung".

Inmitten des laufenden Tarifkonflikts in der Metall- und Elektroindustrie malt der Arbeitgeberverband Gesamtmetall die Gefahr des Abbaus mehrerer Hunderttausend Jobs an die Wand. "Seit 2019 hat die Deindustrialisierung allein in der Metall- und Elektro-Industrie 350.000 Arbeitsplätze gekostet", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Oliver Zander, der "Bild"-Zeitung.

"Angesichts der Unterauslastung sind weitere 300.000 Arbeitsplätze allein in der M+E-Industrie in den nächsten zwei bis drei Jahren bedroht." Mit dann nur noch 3,4 Millionen Beschäftigten wäre das "der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung 1990", so Zander.

Die Warnung dürfte auch im Kontext der Auseinandersetzung mit der IG Metall um höhere Entgelte in der Branche stehen. Die Gewerkschaft fordert bei einer Laufzeit von zwölf Monaten fünf Prozent mehr Geld sowie die Sicherung von Jobs und Standorten. Die Arbeitgeber haben in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt, das zunächst eine Einmalzahlung und eine Stufenerhöhung von 1,3 Prozent im Juli 2028 bei einer Laufzeit von 26 Monaten vorsieht. Angesichts der Inflation weist die Gewerkschaft dies strikt zurück. Seit Sonntag beteiligen sich etliche Beschäftigte an Warnstreiks in dem Industriesektor.

Zander warnte die IG Metall, angesichts der sich weiter verschlechternden Lage zu einer Eskalation des Tarifkonflikts beizutragen. "Die Lage ist katastrophal, die Unternehmen kämpfen vielfach um das Überleben und eine Besserung ist nicht in Sicht", sagte er. "Die IG Metall-Forderung von fünf Prozent für zwölf Monate ist deshalb unverantwortlich."

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